- 322Also liebt Gott die arge WeltAlso liebt Gott die arge Welt, dass er ihr seinen Sohn und Held, den einzigen, gegeben, auf dass, wer glaubend bei ihm steht, in Sünde nicht verloren geht und hat das ew’ge Leben.
- 323Du gabst, o Herr, mir Sein und LebenDu gabst, o Herr, mir Sein und Leben und deiner Lehre himmlisch Licht. Was kann dafür ich Staub dir geben? Nur danken kann ich, mehr doch nicht.
- 324Ein neues GebotEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebet habe.
- 325Gelobet sei der Nam des HerrnGelobet sei der Nam des Herrn, der mir schenkt seine Liebe gern, mir Kraft verleiht, mich stärkt und hält, so fürcht ich nichts auf dieser Welt.
- 326Gott ist die LiebeGott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm.
- 327Gott, ja Gott ist die LiebeGott, ja Gott ist die Liebe; wer in der Liebe bleibet, der bleibt in Gott und Gott in ihm!
- 328Gottes Liebe, Gottes GnadGottes Liebe, Gottes Gnad hat herrlich dich geführet, Lebenswort und Salbungstat dir Herz und Seel berühret. Jesus nahm in heil’ger Stund dein Treugelöbnis hin, gab dir seine Liebe kund und schmückte Herz und Sinn. Eine kleine Leuchte gab dir Jesus in die
- 329Herr, dir sei DankHerr, dir sei Dank für deine Güte! O du mein Hort in Freud und Schmerz, gabst mir ein fröhliches Gemüte und auch ein kindlich gläubig Herz. Du bist mein Vater, ich dein Kind; darum vertrau und hoff ich blind!
- 330Herr, lass uns von dir lernenHerr, lass uns von dir lernen: zu lieben, wie du liebst, den Nahen und den Fernen zu geben, wie du gibst. Leit uns auf deinen Wegen, gib festen, frohen Schritt und geh mit deinem Segen an allen Tagen mit.
- 331Herr, wir wollen dich recht liebenHerr, wir wollen dich recht lieben über alles hier und dort und auch Nächstenliebe üben, wie uns lehrt dein göttlich Wort.
- 332Ich glaube fest, dass alles anders wirdIch glaube fest, dass alles anders wird, wenn uns die Liebe immer weiterführt. Ich glaube fest an eine neue Sicht, wenn bald im klaren Licht ein hoffnungsvoller Tag anbricht.
- 333Ich hab dich je und je geliebtIch hab dich je und je geliebt mit unaussprechlich großer Liebe! Und wenn du mich auch oft betrübt, ich habe dennoch dich geliebt. Aus Liebe hab ich dich erkoren, ich liebte dich, eh du geboren; und wo ich dir auch je begegnet, es war nur Liebe, die geseg
- 334Kein Wörtlein geht verlorenKein Wörtlein geht verloren, das liebend du gestreut, und trägt es früh nicht Früchte, so doch zu seiner Zeit. Hab nur Geduld, o Seele, und säe mutig fort; du findest reiche Ernte, und wenn nicht hier, dann dort. Die Ernte reicht hinüber bis in die Ewigke
- 335Kennst du den FreundKennst du den Freund, dessen Liebe so groß, dass für die Sünder sein Blut er vergoss, mit seinem Opfer uns huldreich versöhnt und ewig beim Vater mit Gnade uns krönt? Kennst du den Freund? O sag, kennst du den Freund, der über die Sünder einst bitter gewe
- 336Lass mich, o Herr, in allen DingenLass mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn und dir mich weihn; gib selbst das Wollen und Vollbringen und lass mein Herz dir ganz geheiligt sein. Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin.
- 337Liebe, die du mich zum BildeLiebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.
- 338Lieber Vater, lehr mich dankenLieber Vater, lehr mich danken, danken für die Liebe dein: Lenk das Herz und die Gedanken, dir zu danken, dir allein! Lehr mich ehren, lehr mich loben ohne Ende dich, o Herr, dass ich bald bei dir dort oben dir darf danken immer mehr!
- 339Neunundneunzig SchafeNeunundneunzig Schafe lagen schon auf der Himmelsweide. Eines war fern, von der Herd entflohn, ja fern, zu des Hirten Leide. Weit weg auf Wege kalt und rau, weit weg von des Hirten sel’ger Au. Hirtenliebe sucht ihr Schäflein immerzu, führt es auf die rech
- 340Nicht immer wird es dunkel seinNicht immer wird es dunkel sein, nicht immer bleibt es Nacht! Nach Dunkel, Angst und Seelenpein der Sonne Licht erwacht. Geht auch der Weg durchs dunkle Tal, er führet doch zum Licht, und zu der Seel voll Angst und Qual der Hirte liebend spricht: „Wenn sc
- 341Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, LiebeNun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
- 342O Jesu Christ, mein schönstes LichtO Jesu Christ, mein schönstes Licht, der du in deiner Seelen so hoch mich liebst, dass ich es nicht aussprechen kann noch zählen: Gib, dass mein Herz dich wiederum mit Lieben und Verlangen mög umfangen und als dein Eigentum nur einzig an dir hangen!
- 343Selig sind die SanftmütigenSelig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind die Friedfertigen, denn sie sollen Gottes Kinder heißen.
- 344Singt ein Lied von GottSingt ein Lied von Gott, dem Schöpfer dieser Welt, dessen Allmacht niemals endet, dessen Werke ungezählt. Gott erschuf auch uns, die Sinne, den Verstand. Seine Gegenwart umhüllt uns und wir sind in seiner Hand. Gott ist da. Er ist unbegreiflich nah! Seine
- 345So jemand spricht: Ich liebe GottSo jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb und will, dass ich den Nächsten liebe gleich als mich.
- 346Was ihr getan habt einemWahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
- 347Wie kann ich lieben dichWie kann ich lieben dich, mein Gott, und loben deine Gnad, die aus der Tiefe meiner Not mich hochgehoben hat?
- 348Wie könnt ich sein vergessenWie könnt ich sein vergessen, der mein noch nie vergaß, wie seine Lieb ermessen, durch die mein Herz genas? Ich lag in bittren Schmerzen, er kam und macht mich frei, und stets schenkt meinem Herzen er neue Lieb und Treu.
- 349Wie soll ich deine Güte preisenWie soll ich deine Güte preisen, wie deine Liebe, Jesu Christ? Wie soll ich meinen Dank erweisen, wie rühmen, was mir Gnade ist?