Chorbuch
Advent
- 1Also hat Gott die Welt geliebtAlso hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingebornen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
- 2Darin ist erschienenDarin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben, durch ihn leben sollen.
- 3Dem in der FinsternisDem in der Finsternis wandelnden Volke erschien ein helles Licht! Es ist Tag geworden über die, die vom Schatten des Todes umgeben waren. Herr, du hast deine Erde gesegnet und unsre Bande hast du gelöst.
- 4Die Lenden lasst umgürtet seinDie Lenden lasst umgürtet sein, die Lichter setzt in Brand und seid mit heil’gem Liebesschein dem Lamme zugewandt! Der Bräutigam kommt bald. O hört’s, sein Ruf erschallt: „Ich komme, wartet nur auf mich, ja bald erscheine ich!“
- 5Gott sandte zu uns seinen SohnGott sandte zu uns seinen Sohn, die Völker harrten lange schon. Er trug für uns der Sünden Last, wie du, Gott, es verheißen hast.
- 6Hoch tut euch aufHoch tut euch auf, ihr heil’gen Tore, ihr Tore der Gerechtigkeit. Lasst danken uns in hellem Chore dem großen Herrn der Herrlichkeit. Lasst jauchzen uns und fröhlich singen: Dies ist der Tag, den Gott gemacht Hilf, Herr, o hilf, lass wohlgelingen! Ein Wun
- 7Komm, du Heiland aller WeltKomm, du Heiland aller Welt. Sohn der Jungfrau, mach dich kund. Darob staune, was da lebt: Also will Gott werden Mensch.
- 8Kündet allen in der NotKündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen. Bald wird kommen unser Gott; herrlich werdet ihr ihn schauen. Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
- 9Machet die Tore weitMachet die Tore weit, und die Türen in der Welt machet hoch, dass der König der Ehren einziehe!. Wer ist derselbe König der Ehren? Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, stark und mächtig! Er ist der König der Ehre
- 10Machet die Tore weitMachet die Tore weit und die Türen in der Welt sehr hoch, dass der König der Ehren einziehn kann. Wer ist derselbige König der Ehren? Es ist der Herr, der Herr Zebaoth. Machet die Tore weit! Machet die Tore weit und die Türen hoch, die Türen in der Welt s
- 11Mit Ernst, o MenschenkinderMit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt! Bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein.
- 12Nun jauchzet, all ihr FrommenNun jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit; weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht; doch mächtig zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.
- 13O Heiland, reiß die Himmel aufO Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf. Reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.
- 14O komm, o komm, du MorgensternO komm, o komm, du Morgenstern, lass uns dich schauen, unsern Herrn. Vertreib das Dunkel unsrer Nacht durch deines klaren Lichtes Pracht. Freut euch, freut euch, der Herr ist nah. Freut euch und singt Halleluja.
- 15Preis und DankPreis und Dank, Herr Jesu, dir, dass du in die Welt gekommen; dass zu deinem Volk auch wir gnadenvoll sind angenommen, kommend von des Vaters Thron, du, des Allerhöchsten Sohn.
- 16Stimmet Hosianna anStimmet Hosianna an, wer nur kann, unser König kommt gezogen, seid bereit, machet weit Tür und Tor und Ehrenbogen! Hosianna, Davids Sohn, sei gelobet, der da kommt aus Gottes Thron, uns von Sünden zu entbinden, Jesu, dem kein König gleich, Fried und Heil
- 17Tochter Zion freue dichTochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst!
- 18Wachet auf, ruft uns die StimmeWachet auf! ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Zinne, wach auf du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde. Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräut’gam kommt, steht auf, die Lampen nehmt! Hal
- 19Wie soll ich dich empfangenWie soll ich dich empfangen und wie begegn’ ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seele Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.
Weihnachten
- 20Als die Welt verlorenAls die Welt verloren, Christus ward geboren; in das nächt’ge Dunkeln fällt ein strahlend Funkeln. Und die Engel freudig singen, unterm Himmel hört man’s klingen: Gloria, gloria, gloria in excelsis Deo!
- 21Brich an, du schönes MorgenlichtBrich an, du schönes Morgenlicht! Das ist der alte Morgen nicht, der täglich wiederkehret. Es ist ein Leuchten aus der Fern, es ist ein Schimmer, ist ein Stern, von dem ich längst gehöret.
- 22Ehre, Ehre, EhreEhre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!
- 23Erfreue dich, HimmelErfreue dich, Himmel, erfreue dich, Erden, erfreue sich alles, was fröhlich kann werden. Auf Erden hier unten, im Himmel dort oben, den gütigen Vater, den wollen wir loben.
- 24Es ist ein Ros entsprungenEs ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art.
- 25Freu dich, Erd- und SternenzeltFreu dich, Erd und Sternenzelt, halleluja! Gottes Sohn kam in die Welt, halleluja! Uns zum Heil erkoren, ward er heut geboren, ward er heut geboren.
- 26Freut euch, ihr lieben ChristenFreut euch, ihr lieben Christen, freut euch von Herzen sehr! Euch ist geboren Christus, recht gute neue Mär. Es singen uns die Engel aus Gottes hohem Thron, gar lieblich tun sie singen fürwahr ein’ süßen Ton.
- 27Fröhlich soll mein Herze springenFröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Choren alle Luft laute ruft: Christus ist geboren.
- 28Gottes Sohn ist kommenGottes Sohn ist kommen uns allen zu Frommen hie auf diese Erden in armen Gebärden, dass er uns von Sünde freie und entbinde.
- 29Heil’ge NachtHeil’ge Nacht! Strahlst in schönster Sternenpracht. Du stillst fein mit deinem Prangen unser innigstes Verlangen, denn du hast uns Heil gebracht! Heil’ge Nacht, o heil’ge Nacht
- 30Hört der Engel helle LiederHört, der Engel helle Lieder klingen das weite Feld entlang, und die Berge hallen wider von des Himmels Lobgesang: Gloria in excelsis Deo.
- 31Hört zu und seid getrostHört zu und seid getrost nun: Hoch vom Himmel komm ich her, ich bring euch gute neue Mär, die allem Volk soll widerfahrn, denn euch ist heut der Heiland geborn.
- 32Jauchzet, ihr HimmelJauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören, singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren! Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren.
- 33Kommt und lasst uns Christum ehrenKommt und lasst uns Christum ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich, lasst euch hören, wertes Volk der Christenheit, der Christenheit!
- 34Lasst uns gehnLasst uns gehn, das Kind besuchen, Gottes Sohn, der Mensch fürwahr, den Maria heut gebar. Der, vor dem die Engel alle voller Ehrfurcht niederknien, liegt in der Krippe hier im Stalle, Gottes Liebe liegt darin.
- 35Lobsingt dem HeilandLobsingt dem Heiland Jesus Christ, der auf die Erde kommen ist! Er kommt aus Gottes Heiligtum; lobsinget Gott und bringt ihm Ruhm, lobsinget Gott und bringt ihm Ruhm!
- 36Lobt Gott, ihr ChristenLobt Gott, ihr Christen allzugleich, in seinem höchsten Thron, der heut aufschließt sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn, und schenkt uns seinen Sohn.
- 37O Bethlehem, du kleineO Bethlehem, du kleine, was färbt um Mitternacht dein altersgrau Gesteine für wunderhelle Pracht? Die Hirten draußen auf dem Feld, sie sehn vom güldnen Glanze die Gegend rings erhellt.
- 38O freudenreicher TagO freudenreicher Tag, o gnadenreicher Tag! Maria auserkoren ein Kindlein hat geboren zu Bethlehem im Stall, zu Bethlehem im Stall.
- 39Wie schön leucht’t uns der MorgensternWie schön leucht’t uns der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen: Lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, re
- 40Zu Bethlehem geborenZu Bethlehem geboren, ist uns ein Kindelein, das hab ich auserkoren, sein eigen will ich sein. Ja, ja, ja, ja! Sein eigen will ich sein.
Jahreswechsel
- 41Das alte Jahr ist nun dahinDas alte Jahr ist nun dahin, Herr Gott, zu dir steht unser Sinn; wir loben deine Gnad gar groß, die du uns stets erzeiget hast.
- 42Dein ist das JahrDein ist das Jahr, dein ist die Zeit, dein, Gott, ist alle Ewigkeit. Dein ist die Welt, auch wir sind dein; kann keins hier eines andern sein!
- 43Jesu, nun sei gepriesenJesu, nun sei gepriesen zu diesem neuen Jahr für dein Güt uns bewiesen in aller Not und G’fahr, dass wir haben erlebet die neu fröhliche Zeit, die voller Gnaden schwebet und ew’ger Seligkeit, dass wir in guter Stille das alt Jahr han erfüllet. Wir wolln u
- 44Mit dem Herrn fang alles anMit dem Herrn fang alles an! Kindlich musst du ihm vertrauen, darfst auf eigne Kraft nicht bauen, hüte dich vor stolzem Wahn. Mit dem Herrn fang alles an, mit dem Herrn fang alles an!
- 45Nun lasst uns gehen und tretenNun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben.
- 46Nun schlägt die Stunde MitternachtNun schlägt die Stunde Mitternacht, die Zeit steht an der Wende. Das Altjahr ist zu End gebracht, nun fährt es hin mit schwerer Fracht und sinkt in Gottes Hände.
- 47Wieder geht ein Jahr zu EndeWieder geht ein Jahr zu Ende, wieder bracht es Freud und Leid; wieder darf ich dankbar sagen: Siehe, es war Gnadenzeit!
Palmsonntag
- 48Dein König kommt in niedern HüllenDein König kommt in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Es’lin Füllen, empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen; so ist’s dem Herren angenehm.
- 49Heilig, heilig, heilig ist der HerrHeilig, heilig, heilig ist der Herr, unser Gott! Alle Lande sind seiner Ehre voll! Osanna, osanna in der Höh! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Osanna, osanna, osanna in der Höh!
- 50Heilig ist der Herr, unser GottHeilig, heilig, heilig! Heilig ist der Herr, unser Gott! Himmel und Erde lobpreisen dich, Himmel und Erde lobpreisen dich! Hosianna, hosianna, hosianna! Gesegnet, der da kommt im Namen unsers Herrn! Hosianna, hosianna, hosianna!
- 51Heilig, heilig, heiligHeilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth. Alle Lande sind seiner Ehre voll. Alle Lande, alle Lande sind seiner Ehre voll. Gelobet, gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn, im Namen des Herrn. Hosianna, hosianna, hosianna! Hosianna, hosianna,
Passion
- 52Christe, du Lamm GottesChriste, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gib uns deinen Frieden. Amen.
- 53Herzliebster JesuHerzliebster Jesu, was hast du verbrochen, dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten bist du geraten?
- 54Jesu, deine PassionJesu, deine Passion will ich jetzt bedenken; wollest mir vom Himmelsthron Geist und Andacht schenken. In dem Bilde jetzt erschein, Jesu, meinem Herzen, wie du, unser Heil zu sein, littest alle Schmerzen.
- 55Jesus, du GotteslammJesus, du Gotteslamm, du trugst voll Huld blutend am Kreuzesstamm aller Welt Schuld. Aus heil’ger Liebe Glut fließet auch mir zugut dein ewig teures Blut, o Gotteslamm! O Gotteslamm! O Gotteslamm!
- 56Nun gehören unsre HerzenNun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha, der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah. Das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschen Schuld, das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ew’ger Huld.
- 57O Haupt voll Blut und WundenO Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber hoch schimpfieret, gegrüßet seist du mir!
- 58Schau hinSchau hin! Dort in Gethsemane ringt in der Seele tiefstem Weh der Herr in Todesqual! O sieh ihn weinen, beten, knien! Herb ist der Kelch, doch trinkt er ihn.
- 59Schau hin nach GolgathaSchau hin nach Golgatha! Dort hängt am Kreuzesstamm im Todeskampf dein Jesus mit deiner Schuld beladen. Schau hin! Schau hin nach Golgatha! Er neigt sein sterbend Haupt. Es bricht sein Herz. Selbst Engel weinen des Welterlösers Tod.
- 60Siehe, das ist Gottes LammSiehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt.
- 61Siehe, das ist Gottes LammSiehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt.
- 62Wir danken dir, Herr Jesus ChristWir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut,
- 63Wir gehen hinauf nach JerusalemWir gehn hinauf nach Jerusalem in leidender Liebe Zeiten und sehen, wie einer für alle stirbt, um uns einen Platz zu bereiten.
Ostern
- 64Auferstanden ist der HerrAuferstanden ist der Herr! Es hält ihn der Tod nicht mehr an das Grab gebunden. Gottes Macht hat’s vollbracht: Christ hat überwunden, Christ hat überwunden! Gottes Macht hat’s vollbracht: Auferstanden, auferstanden ist der Herr!
- 65Auf, ihr Zungen, frisch gesungenAuf, ihr Zungen, frisch gesungen: Christus auferstanden ist von den Toten. Wir sind Boten dessen, dass er lebend ist.
- 66Christ, der Herr, ist auferstandenChrist, der Herr, ist auferstanden, halleluja, sagt es laut in allen Landen, halleluja, Siegesjubel hoch erschallt, halleluja, Erd und Himmel widerhallt. Halleluja.
- 67Christus ist auferstandenChristus ist auferstanden, Christus ist wahrhaftig auferstanden und hat dem Tode die Macht genommen. Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, den Sieg durch Jesum
- 68Christus ist auferstandenChristus ist auferstanden! Freud ist in allen Landen. Lasst uns auch fröhlich singen und halleluja klingen in cymbalis, in cymbalis bene sonantibus: Halleluja.
- 69Christus ist erstandenChristus ist erstanden heute, halleluja. Jubiliert mit großer Freude, halleluja. Der für uns am Kreuze starb, halleluja, ew’ges Leben uns erwarb. Halleluja.
- 70Der Heiland lebtDer Heiland lebt, Jesus Christus lebt! Aus Nacht zum Licht ihn Gott erhebt. Christ ist erstanden, erstanden aus der Nacht des Grabs und hat uns Heil gebracht! Bezwungen ist endlich des Todes Macht. Betet ihn an, o Sünder, rühmet den Überwinder! Lobet Gott
- 71Erstanden ist der Heilig ChristErstanden ist der heilig Christ, halleluja, halleluja, der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja, halleluja.
- 72Frühmorgens, da die Sonn aufgehtFrühmorgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland Christus aufersteht, vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja, halleluja.
- 73Halleluja lasst uns singenHalleluja lasst uns singen, denn die Freudenzeit ist da. Hoch in Lüften lasst erklingen, was im dunklen Grab geschah! Jesus hat den Tod bezwungen und uns allen Sieg errungen.
- 74Heut triumphieret Gottes SohnHeut triumphieret Gottes Sohn, der von dem Tod erstanden schon, halleluja, halleluja, mit großer Pracht und Herrlichkeit, des dank’n wir ihm in Ewigkeit. Halleluja, halleluja.
- 75Jubelt lautJubelt laut, denn auferstanden ist der Herr aus Todesbanden. Jesu Wort: „Es ist vollbracht!“ hat besiegt der Hölle Macht. Jesu Wort: „Es ist vollbracht!“ hat besiegt der Hölle Macht.
- 76Nun freut euch hier und überallNun freut euch hier und überall, der Herr ist auferstanden; im Tod bracht er den Tod zu Fall und macht die Höll zuschanden. Des Lebens Leben lebet noch; sein Arm hat aller Feinde Joch mit aller Macht zerbrochen.
- 77Steig hoch emporSteig hoch empor, mein Lied und mein Lobgesang! Christus lebt, mit ihm auch ich! Frohlocke, mein Herz! Christus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo ist nun dein Stachel? Hölle, wo ist nun dein Sieg? Mein Jesus lebt, kein Tod, keine Hölle kann mich schrecken.
Himmelfahrt
- 78Der du für uns gestorbenDer du für uns gestorben und auferstanden bist und uns ein Heil erworben, das unvergänglich ist, du bist voraufgegangen den Weg zur Herrlichkeit, und unsre Blicke hangen an dir in sel’ger Freud.
- 79Gen Himmel aufgefahren istGen Himmel aufgefahren ist, halleluja, der Ehrenkönig Jesus Christ, halleluja.
- 80Jesus Christus herrscht als KönigJesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß; aller Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muss.
- 81Nun freut euch, Gottes Kinder allNun freut euch, Gottes Kinder all, der Herr fährt auf, mit großem Schall, lobsinget ihm mit lauter Stimm. Halleluja, halleluja.
Pfingsten
- 82Geisteswind aus HimmelshöhenGeisteswind aus Himmelshöhen, rausch mit Macht durch unsre Reihn! Lass dein sanftes, süßes Wehen uns so recht bis in die Seele gehen! Mögest du uns Kraft verleihn, dich stets freudig zu bekennen; deine Sache lass gedeihn! Heil’ger Geist, rausch mit Macht
- 83Heil’ger Geist, du Tröster meinHeil’ger Geist, du Tröster mein, hoch vom Himmel uns erschein mit dem Licht der Gnaden dein.
- 84Komm du Geist, Kraft aus der HöheKomm, du Geist, Kraft aus der Höhe, und erleuchte unsren Geist, dass wir Jesu Wort verstehen und das Herz den Vater preist, dass das Herz wird aufgetan und in Liebe betet an.
- 85Komm, Heil’ger GeistKomm, Heil’ger Geist, erfülle mich mit deinem Segen mächtiglich, du Geist der ersten Liebe. Mach mich von falschem Trachten rein und lasse dir geweihet sein ganz meines Herzens Triebe, all mein Leben dir zu geben, all mein Sinnen dir zu schenken, ganz in
- 86Komm, o Tröster, Heil’ger GeistKomm, o Tröster, Heil’ger Geist, Licht, das uns den Tag verheißt, Quell, der uns mit Gaben speist, komm und lindre unsre Last, komm, gib in der Mühsal Rast, komm, sei bei uns Armen Gast.
- 87Komm, Tröster, der die Herzen lenktKomm, Tröster, der die Herzen lenkt, du Beistand, den der Vater schenkt; aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.
- 88Nun singe Lob, du ChristenheitNun singe Lob, du Christenheit, dem Vater, Sohn und Geist, der allerorts und allezeit sich gütig uns erweist,
- 89O Heil’ger Geist, entzünde neuO Heil’ger Geist, entzünde neu die Herzen, die Herzen der erwählten Schar. Komm und entzünde aufs Neue das Feuer, das Feuer deiner göttlichen Liebe, das Feuer deiner Liebe! O Heil’ger Geist, durchdringe uns, dass wir erkennen stets deine Wahrheit und dein
- 90O komm, du Geist der WahrheitO komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.
Erntedank
- 91Danket heut mit Lied und WortenDanket heut mit Lied und Worten dem, der uns das Leben schenkt. Freut euch doch an allen Orten! Er hat unsre Zeit gelenkt. Nehmt als Gottes Gabe hin Früchte, Waren und Gewinn.
- 92Erntezeit, DankezeitErntezeit, Dankezeit, groß ist Gottes Segen. Felder tragen ährenschwer unser Brot zum Leben. Alles kommt aus seiner Hand, jedes Jahr aufs Neue, und wir spüren immerfort Gottes große Treue.
- 93Gott beschenkt uns reich mit GabenGott beschenkt uns reich mit Gaben. Dank sei dir, Gott! Dass wir satt zu essen haben, Dank sei dir, Gott! Pflügen, säen: Still verborgen wächst schon heut das Brot für morgen. Schaffen, schlafen ohne Sorgen. Dank sei dir, Gott!
- 94Herr, die Erde ist gesegnetHerr, die Erde ist gesegnet von dem Wohltun deiner Hand. Güt und Milde hat geregnet, dein Geschenk bedeckt das Land: Auf den Hügeln, in den Gründen ist dein Segen ausgestreut; unser Warten ist gekrönet, unser Herz hast du erfreut.
- 95Wer hat das schöne HimmelszeltWer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt?
- 96Wir danken, Herr, für Brot und KleidWir danken Herr, für Brot und Kleid, für deines Himmels Spende; was du uns gabst, ist hochgeweiht, füllt die entleerten Hände. Ach, dass die Saat der Erdenzeit, wenn unser Werk zu Ende, im Reichtum deiner Ewigkeit doch volle Ernte fände.
Einladung - Heilsverlangen - Heiligung
- 97Auf deinen HerzensackerAuf deinen Herzensacker will heut ein Sämann gehn; mit einem guten Samen will er das Land versehn.
- 98Bis hierher hat der Herr geholfenBis hierher hat der Herr geholfen. Darum verkünden wir seine Wunder. Bis hierher hat der Herr geholfen. Herr, bleib bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Wir lassen dich nicht, du segnest uns denn! Ach bleib mit deinem Segen b
- 99Du willst das ganze HerzDu willst das ganze Herz, mein Gott, du sollst es haben! Deck zu, was ich gefehlt, mach alles neu in mir. Dein Friede sei mein Teil, du kannst allein mich laben. Führ mich, wie du es willst, ich übergeb mich dir; führ mich, wie du es willst, ich übergeb m
- 100Erquicke mich mit deinem LichtErquicke mich mit deinem Licht, mit Freud vor deinem Angesicht und bleibe immer, Herr, bei mir und lass mich stille sein in dir!
- 101Gib mir mehr von deinem GeisteGib mir mehr von deinem Geiste, mehr von deiner Salbungskraft, mehr, Herr, von dem heil’gen Öle, das der Lampe Licht verschafft. Ach, was nützen alle Gaben, fehlte deines Geistes Licht! Ach, was hülfen Form und Namen, hätt ich deine Salbung nicht!
- 102Gib mir zu trinkenGib mir zu trinken, gib mir von dem Wasser, das von dem Thron des Lammes quillt, Herr, von dem Brunnen der lebend’gen Quelle, dann ist mein Durst gelöscht, mein Weh gestillt.
- 103Herr, an deines Altars StufenHerr, an deines Altars Stufen stehen bittend wir vor dir. Höre unsres Herzens Rufen, schenke Frieden uns neu hier! Durch Apostelmund uns segne, dass uns Gnade werd zuteil; in der Liebe uns begegne: Herr, wir warten auf dein Heil! Herr, wir warten auf dein
- 104Herr, dein WortHerr, dein Wort, die edle Gabe, dieses Gold erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort soll nicht mehr gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist’s nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.
- 105Herr, dein WortHerr, dein Wort, die edle Gabe, dieses Gold erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort soll nicht mehr gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist’s nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.
- 106Herr, ich habe liebHerr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat!
- 107Herr, ich habe liebHerr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn; kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat. Amen.
- 108Herr, sei mir gnädigHerr, sei mir gnädig und erhöre meine Bitte, bewahre meine Seele, dass kein Übel ihr geschehe! Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; bei dem einen erhalt mein Herz, dass ich in kindlicher Liebe und in Ehrfurcht vor dir steh! Wei
- 109Heute, heuteHeute, heute, so ihr seine Stimme höret, so verstocket eure Herzen nicht. Kommt, lasset uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat. Denn er ist unser Gott.
- 110Ich freue michIch freue mich über die, so mir sagten: Lasset uns in das Haus des Herrn gehn, damit unsre Füße stehn in deinen Toren, Jerusalem, Jerusalem. Jerusalem ist gebaut, dass es eine Stadt sei, da man zusammen kommen soll, da die Stämme hinaufgehen sollen, die S
- 111Ich komme vor dein AngesichtIch komme vor dein Angesicht, verwirf, o Herr, mein Flehen nicht, vergib mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und Geduld!
- 112Jesus, erfülle mein HerzeJesus, erfülle mein Herze mit Freude, schenke mir immerdar himmlische Kraft. Du bist die Quelle, o spende mir heute Wasser des Lebens, das Seligkeit schafft. Sieh doch mein Herze heut gnädiglich an, lass, o mein Heiland, geborgen mich sein.
- 113Komm her, freu dich mit unsKomm her, freu dich mit uns, tritt ein; denn der Herr will unter uns sein, er will unter den Menschen sein. Komm her, freu dich, der Herr will unter uns sein.
- 114Komm zur LebensquelleKomm zur Lebensquelle, armes, müdes Herz, labe dich und blicke dankend himmelwärts! Lass den Fuß, den müden, endlich ruhen aus, halte Rast hienieden in des Vaters Haus!
- 115Kommet herKommet her zu mir, alle ihr Mühseligen, alle ihr Beladenen; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und mein
- 116Lass du mich stille werdenLass du mich stille werden, mein Herr und Gott, nur deine Stimme hören in Glück und Not!
- 117Näher, noch näherNäher, noch näher, fest an dein Herz, ziehe mich, Jesus, in Freude und Schmerz! Birg mich aus Gnaden in deinem Zelt; schirme und schütze mich, Heiland der Welt!
- 118Nun gib uns Pilgern aus der QuelleNun gib uns Pilgern aus der Quelle der Gottesstadt den frischen Trank; lass über der Gemeinde helle aufgehn dein Wort zu Lob und Dank.
- 119O bilde michO bilde mich, mein Meister, so recht nach deinem Sinn, Gebieter aller Geister, dass ich dein Jünger bin!
- 120O Herr, vernimm mein innig FlehnO Herr, vernimm mein innig Flehn, leih gnädig mir dein Ohr; zu dir, mein König, dring mein Schrei, steig mein Gebet empor. Ich wende mich zu dir, mein Gott, in früher Morgenstund; Gehör schenk dem, der demutsvoll dich preist mit Herz und Mund.
- 121O Jesu, du seligste RuhO Jesu, du seligste Ruh, mein Heiland, nun segne mich du! Schenk himmlische Wahrheit, gib Licht mir und Klarheit, sende heut Tröstung und Gnade mir zu!
- 122Offen ist der BornOffen ist der Born der Gnade, Jesus Christus ist dir nah. Wenn auch groß und schwer dein Schade, Hilfe ist für dich jetzt da. Offen ist des Trostesquelle, müde Seele, komm herzu! Sieh, das Wasser sprudelt helle, komm und schöpfe Fried und Ruh. Schöpfe Kra
- 123Schaffe in mir, Gott, ein reines HerzeSchaffe in mir, Gott, ein reines Herze und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
- 124Still und demutsvollStill und demutsvoll ergeben stehe ich an heil’gem Ort, warte voller Heilsverlangen, Herr, auf deines Geistes Wort.
- 125Tut mir auf die schöne PforteTut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein; ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.
- 126Vater der LiebeVater der Liebe, du Gott aller Gnade, heute lass Segen uns werden zuteil. Mit uns die Scharen der Dürstenden lade, ihnen schenk Frieden und ewiges Heil, ihnen schenk Frieden und ewiges Heil.
- 127Wer steht vor deiner HerzenstürWer steht vor deiner Herzenstür und bittet: Lass mich ein? Wer bietet freundlich Hoffnung dir für deine Angst und Pein? Wer liebet, Seele, dich so sehr? Es ist der Herr!
- 128Wie Maria will ich lauschenWie Maria will ich lauschen, Jesu, deinem Segenswort. Möcht mit keinem Platz hier tauschen; dir zu Füßen ist der Ort, wo die Seele kann verspüren: Dies ist reines Lebensbrot. Mag dein Wort mich stets berühren: Dieses eine, Herr, ist not.
- 129Wo soll ich gehnWo soll ich gehn, wenn du mich nicht geleitest den Weg, der hin zur lieben Heimat führt? Wie könnt ich stehn, wenn du mir nicht bereitest Vergebung, Liebe, die das Herz berührt? Herr kehre ein mit deinen reichen Gaben Kehr bei mir ein zu meiner Seligkeit
- 130Ziehe deine Schuhe ausZiehe deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig! Heilig ist Gott! Höre seine Stimme und beuge dich tief vor ihm. So wird er dich erlösen von deiner Sünden Last in seinem heil’gen Haus. Ziehe deine Schuhe aus, denn hier ist Gottes Haus!
Anbetung
- 131Alles Leben strömt aus dirAlles Leben strömt aus dir und durchwallt in tausend Bächen alle Welten, alle sprechen: Deiner Hände Werk sind wir.
- 132Anbetend deine Macht und GrößeAnbetend deine Macht und Größe versinkt in Nichts mein bebend Ich. Mit welchem Namen, deiner würdig, du Unnennbarer, preis ich dich? Wohl mir! Ich darf dich Vater nennen, nach deines Sohnes Unterricht; so sprech ich denn zu dir, mein Schöpfer, mit kindlic
- 133Anbetung will ich, Herr, dir bringenAnbetung will ich, Herr, dir bringen, lobpreisen dich von Herzensgrund, neu will von deiner Gnad ich singen: Du hast bewahrt mich bis zur Stund.
- 134Dein Wort, Herr, das die Welt erschufDein Wort, Herr, das die Welt erschuf, schafft noch und schenkt das Leben. Noch immer will dein Wort und Ruf aus Nacht und Tod erheben. Du, Gott, bist Herr der Welt allein, musst Schöpfer und Erlöser sein und, was uns not ist, geben.
- 135Du bist der große TreueDu bist der große Treue, der unser nie vergisst, der täglich uns aufs Neue ein lieber Vater ist. Wir haben’s nicht erworben und, wahrlich, nicht verdient; wir wären längst verdorben wie ein verloren Kind.
- 136Du bist’s, dem Ruhm und EhreDu bist’s, dem Ruhm und Ehre gebühret; und Ruhm und Ehre bring ich dir. Du, Herr, hast stets mein Schicksal regieret und deine Hand war über mir.
- 137Ehre sei dem VaterEhre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war von Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen!
- 138Ehre sei Gott in der Höhe„Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe!“, singet der Himmlischen selige Schar. „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe“!, stammeln auch wir, die die Erde gebar. Staunen nur kann ich und staunend mich freun; Vater der Welten, doch stimm ich mit ein: „Ehre sei Gott in d
- 139Erhaben, o HerrErhaben, o Herr, über alles Lob, über alle Herrlichkeit, herrschest du von Ewigkeit zu Ewigkeit! Halleluja!
- 140Es lag in Nacht und GrausEs lag in Nacht und Graus die Erde, noch war die Sonne Gottes nicht. Da rief der Vater des Lichtes: Es werde! Da ward das erstrahlende, wärmende Licht. Lobpreiset Gott und betet ihn an! Er hat auf Erden Großes getan. Lobpreiset! Er hat auf Erden Großes ge
- 141Gott, Herr und SchöpferGott, Herr und Schöpfer Himmels und der Erden, alles, was da ist, ward durch dein Wort gemacht. Deine Hand, dein Odem ließ uns Menschen werden, paradiesisch Leben war uns zugedacht.
- 142Gott in der Höh sei Preis und EhrGott in der Höh sei Preis und Ehr, den Menschen Fried auf Erden. Allmächt’ger Vater, höchster Herr, du sollst verherrlicht werden. Herr Jesus Christus, Gottes Sohn, wir rühmen deinen Namen; du wohnst mit Gott dem Heil’gen Geist im Licht des Vaters. Amen.
- 143Heilig, heilig, heilig„Heilig, heilig, heilig, Gott, du bist heilig.“ Im Licht des Morgens dich unser Loblied preist. Heilig, heilig, heilig, gnädig und barmherzig ist Gott, der Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
- 144Heilig, heilig, heiligHeilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr! Heilig, heilig, heilig, heilig ist nur er! Er, der nie begonnen, er, der immer war, ewig ist und waltet, sein wird immerdar!
- 145Heilig, heilig ist GottHeilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt! Heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmächtige!
- 146Herr, deine GüteHerr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehn. Halleluja!
- 147Herr, deine GüteHerr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge und dein Gericht ist tief, tief wie das Meer. Deinen Geschöpfen willst du Freund und Helfer sein. Amen.
- 148Herr, den ich tief im Herzen trageHerr, den ich tief im Herzen trage, sei du mit mir, sei du mit mir. Du Gnadenhort in Glück und Plage, sei du mit mir, sei du mit mir. Behüte mich am Born der Freude vor Übermut, und wenn ich an mir selbst verzage, und wenn ich selbst verzage, sei du mit m
- 149Herr, dir ist nichts verborgenHerr, dir ist nichts verborgen; du schaust mein Wesen ganz. Das Gestern, Heut und Morgen wird hell in deinem Glanz. Du kennst mich bis zum Grund, ob ich mag ruhn, ob gehen, ob sitzen oder stehen, es ist dir alles kund.
- 150Ich will betenIch will beten, du wirst hören; Herr, du hast es zugesagt. Zweifel soll mich nicht betören, niemals werde ich verzagt, wenn du nicht zu hören scheinst; ich weiß, Vater, wie du’s meinst: Es soll die Geduld sich mehren. All mein Beten du wirst hören.
- 151Lob, Preis sei dirLob, Preis sei dir, Herr Jesu Christ, du Herr und Hirt der Menschenkinder! Wo nirgend Halt und Hilfe ist, bist du das Heil der armen Sünder. In dir ist Gott von Angesicht, die Liebe selbst, das ew’ge Licht leibhaftig hier erschienen.
- 152Preis und AnbetungPreis und Anbetung sei unserm Gott; denn er ist sehr freundlich. Preis und Anbetung sei unserm Gott, weit über Erd und Himmel gehet seine Gnad und Güte. Preis und Anbetung sei unserm Gott! Lasst uns mit Danken vor sein Antlitz kommen und unserm Gott mit P
Glaube - Vertrauen
- 153Alle eure SorgeAlle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch, denn er sorgt für euch.
- 154Auf dich, o HerrAuf dich, o Herr, vertrauet meine Seele. Dein Erbarmen ist unermesslich, ewig deine Gnad und Güte. Auf dich, o Herr, vertrauet meine Seele in Ewigkeit.
- 155Befiehl dem Herren deine WegeBefiehl dem Herren deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl, wird’s wohlmachen. Hoffe auf ihn; er wird’s wohlmachen. Befiehl dem Herren deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl, wird’s wohlmachen. Amen, amen, amen.
- 156Bewahre uns, GottBewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen. Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen, sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.
- 157Breit aus die sanften FlügelBreit aus die sanften Flügel, du mein Jesus, über mir und lass mich sicher ruhen in Wohl und Weh bei dir. Herr, meine Ruh und Stärke, sei Weisheit mir und Rat und lass mich alle Tage leben nur von deiner Gnad.
- 158Der Heiland sorgt für dichDer Heiland sorgt für dich, fürchte dich nicht! Er ist dein Leitstern in Dunkel und Licht. Zärtlich behütet er alles, was sein; er lässt die Seinen ja niemals allein. Der Heiland sorgt für dich täglich aufs neu; er ist dein Freund und in Ewigkeit treu. Se
- 159Der Herr behüte dichDer Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
- 160Der Herr ist mein HirtDer Herr ist mein Hirt; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Au. Der Herr ist mein Hirt; mir wird nichts mangeln Er weidet mich auf einer grünen Au und führet mich zu frischem Wasser; er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechte
- 161Der Herr ist mein HirteDer Herr ist mein Hirte, mir mangelt nichts mehr. Er heget und pfleget, er liebet mich sehr, er heget und pfleget, er liebet mich sehr.
- 162Der Herr ist mein LichtDer Herr ist mein Licht, ist mein Licht und ist mein Heil; was fürcht ich noch! Der Herr ist die Kraft meines Lebens allein; vor wem sollte mir noch graun! Ob das Heer auch der Bösen drohet, ob wild sich Krieg erhebet, auf ihn allein verlass ich mich. Ein
- 163Die auf den Herrn harrenDie auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft!
- 164Die kleinste meiner SorgenDie kleinste meiner Sorgen Ist dem nicht unverborgen, der alles sieht und hält. Und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wärs auch die größte Last der Welt.
- 165Du hast so wunderbare WegeDu hast so wunderbare Wege, um deinen Kindern wohlzutun. Umhegt von deiner treuen Pflege, lass mich in deinem Arm nur ruhn. Was dann auch komme, mag geschehn; dein Vateraug wird Hilf ersehn.
- 166Du heil’ger WilleDu heil’ger Wille meines Herrn, mein Ankergrund und Fels bist du, der sichre Hort, dahin ich flieh, in dir geborgen find ich Ruh.
- 167Du kannst nicht tiefer fallenDu kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand, die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.
- 168Durch viele große PlagenDurch viele große Plagen hat mich der Herr getragen von meiner Jugend auf; ich sah auf meinen Wegen des Höchsten Hand und Segen: Er lenkte meines Lebens Lauf.
- 169Einer muss wachenEiner muss wachen in langer Nacht, einer im Dunkeln glauben, einer den Schwachen ein Bruder sein. Gott, es gescheh der Wille dein! Hilf uns zu tun, was du sagst.
- 170Es sollen Berge wohl weichenEs sollen wohl Berge weichen und Hügel sollen hinfallen; aber meine Gnade soll nicht weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
- 171Fürchte dich nicht länger„Fürchte dich nicht länger, sieh, ich bin mit dir.“ Das ist meine Leuchte auf dem Wege hier. Durch die Wolken funkelt der Verheißung Licht: „Siehe, ich bin mit dir und verlass dich nicht.“ Nein, niemals allein, nein, niemals allein. So hat der Herr mir ve
- 172Gott hat das erste WortGott hat das erste Wort. Er schuf aus Nichts die Welten und wird allmächtig gelten und gehn von Ort zu Ort.
- 173Gott ist mein HortGott ist mein Hort, und auf sein Wort soll meine Seele trauen. Was je er spricht, ich will’s als Licht in meine Seele bauen.
- 174Gott ist mein LichtGott ist mein Licht, der Herr mein Heil, das ich erwählet habe. Er ist die Kraft, dahin ich eil und meine Seele labe. Was will ich mich doch fürchten nun? Und wer kann mir doch Schaden tun auf dieser ganzen Erden?
- 175Gott wohnt in einem LichteGott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann. Von seinem Angesichte trennt uns der Sünde Bann. Unsterblich und gewaltig ist unser Gott allein, will König tausendfaltig, Herr aller Herren sein.
- 176Habe deine Lust am HerrnHabe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herze wünschet. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl machen.
- 177Herr, Herr, du bist unsre ZufluchtHerr, Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden, und die Welt geschaffen wurden bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
- 178Herr, weil mich festhält deine starke HandHerr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still. Weil du voll Liebe dich zu mir gewandt, vertrau ich still. Du machst mich stark, du gibst mir frohen Mut, ich preise dich, dein Wille, Herr, ist gut.
- 179Herr, zu dir will ich mich rettenHerr, zu dir, zu dir will ich mich retten, wenn die Welt mich kränkt und plagt, will in deinen Schoß mich betten, mich an deinen Willen ketten, den mir dein Mund so gnädig sagt.
- 180Ich bin ja geborgenIch bin ja geborgen in Jesu; mich sorget und kümmert nichts mehr! Ich bin ja geborgen in Jesu, und nichts macht das Herze mir schwer! Wenn Trübsal und Dunkelheit nahen, wenn’s Nacht wird und finster umher: Ich bin ja geborgen in Jesu, mich sorget und kümm
- 181Ich glaube an den VaterIch glaube an den Vater, den Schöpfer dieser Welt, der uns mit seiner Liebe in seinen Händen hält. Er schuf aus Nichts das Leben, den Mensch als Frau und Mann: die Krone seiner Schöpfung. Ich glaube daran.
- 182Ich lege meine HändeIch lege meine Hände, o Herr, in deine Hand; führ du mich bis ans Ende durch dieses Erdenland. Ich gehe Weg’ und Stege mit dir in sichrer Ruh. Führ, Herr, mich auf dem Wege dem ew’gen Ziele zu!
- 183Ich will ihm singenIch will ihm singen Lob und Preis, so viel ich singen kann, ich will sein Werk, so gut ich’s weiß, mit Freuden zeigen an.
- 184Ja, ich will euch tragenJa, ich will euch tragen bis zum Alter hin. Und ihr sollt einst sagen, dass ich gnädig bin.
- 185Lass dich nur nichts nicht dauernLass dich nur nichts nicht dauern mit Trauern, sei stille! Wie Gott es fügt, so sei vergnügt mein Wille.
- 186Liebe Seel, lass Gott nur waltenLiebe Seel, lass Gott nur walten, wie er führt, so magst du gehn; seine Hand wird treu dich halten, große Wunder wirst du sehn. Wer sich gläubig ihm vertraut, hat auf festen Grund gebaut.
- 187O treuer Gott und VaterO treuer Gott und Vater, nur dir gehört mein Herz. Bei dir steh ich im Glücke, zu dir flieh ich im Schmerz. Mein ganzes Tun und Sinnen ist stets dir zugewandt, und all mein Glauben, Hoffen ruht still in deiner Hand.
- 188Unsre Seele harret auf den HerrnUnsre Seele harret auf den Herrn; er ist für uns Hilfe und Schild, Hilf’ und Schild. Denn unser Herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.
- 189Was frag ich nach der WeltWas frag ich nach der Welt und allen ihren Schätzen, wenn ich mich nur an dir, Herr Jesu, kann ergötzen! Dich hab ich einzig mir als Zuflucht vorgestellt, du, du bist meine Ruh; was frag ich nach der Welt!
- 190Wer bis an das Ende beharrtWer bis an das Ende beharrt, der wird selig.
- 191Wer unter dem SchirmWer unter dem Schirm des Höchsten sitzet und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibet, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Es wird dir kein Übel begegnen und keine Plage zu deiner Hütte sich nahen. D
- 192Wie selig ist’s, zu glaubenWie selig ist’s zu glauben! Wer glaubt, der fliehet nicht; dem kann der Feind nicht rauben das helle Geisteslicht. O Herz, mein Herz in stiller Brust, komm, schwing dich auf und jauchz in Lust: Ich glaube, ich glaube, ich glaube!
- 193Wirf dein Anliegen auf den HerrnWirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. Denn seine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und keiner wird zu Schanden, der seiner harret.
- 194Worauf baust du, wem vertraust duWorauf baust du? Wem vertraust du? Seele, hör, was Jesus spricht: Was auf Fels gebaut, bestehet, was auf Sand, das fällt, zerbricht.
Trost - Mut - Frieden
- 195Der alte Gott regieret nochDer alte Gott regieret noch! Was willst du, Herz, verzagen? Wenn auch der Tag dich quält und drückt, mit Gott kannst du es wagen.
- 196Der du von dem Himmel bistDer du von dem Himmel bist, alles Leid und Schmerzen stillest, den, der doppelt elend ist, doppelt mit Erquickung füllest! Ach, ich bin des Treibens müde, was soll all der Schmerz und all die Lust? Süßer Friede, süßer Friede, komm, ach komm, ach komm in m
- 197Der Friede GottesDer Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft bewahre unsre Herzen und Sinne in Christo Jesu zum ewigen Leben.
- 198Die Gewissheit des ewigen LebensDie Gewissheit des ewigen Lebens hat mir Gott durch Apostel geschenkt. Ja, mein Glaubenslauf ist nicht vergebens, weil die Wahrheit zum Ziele mich lenkt. Welche Gnade, o welche Gnade, dass der Herr heut Apostel ersah; welche Gnade, o welche Gnade, im Apos
- 199Die mit Tränen säenDie mit Tränen, mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. Die mit Tränen, mit Tränen säen, werden mit Freuden, mit Freuden ernten, werden mit Freuden ernten.
- 200Erscheinen meines Gottes WegeErscheinen meines Gottes Wege mir seltsam rätselhaft und schwer und gehn die Wünsche, die ich hege, still unter in der Sorgen Meer, will traurig schwer der Tag verrinnen, der mir nur Schmerz und Qual gebracht, dann will ich mich auf eins besinnen, dass Go
- 201Gott ist und bleibt getreuGott ist und bleibt getreu; er tröstet, die da weinen und lässt nach dunkler Nacht die Sonne wieder scheinen. Der Trübsal harter Sturm geht auf sein Wort vorbei; sei, Seele, nur getrost: Gott ist und bleibt getreu.
- 202Gott wird abwischen alle TränenGott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Nicht Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein. Gott wird bei seinem Volke wohnen, ja, er selbst wird bei ihnen wohnen.
- 203Herr, mein GottHerr, mein Gott, ich traue auf dich, auf dich, mein Gott, den Hort meines Heils. Ach lass mich nicht zuschanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit. Sei mir ein starker Hort, eine Burg, ein Fels, dahin ich fliehen kann. Herr, mein Gott, ich tra
- 204Himmlischer FriedeHimmlischer Friede, kehr bei mir ein, lass mich geborgen stets in dir sein. Irdisches Mühen findet dich nicht, Gottes Geliebten leuchtet dein Licht.
- 205Ich harre des HerrnIch harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort! Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr denn die Wächter auf den Morgen, die auf den Morgen warten. Volk des Herrn, hoffe auf sein Wort, denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösun
- 206Ich hebe meine Augen aufIch hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht.
- 207Ich hebe meine Augen aufIch hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde, und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht.
- 208In einer Zeit voll AngstIn einer Zeit voll Angst und Sorgen, in einer Welt voll Nacht und Graus zieht Gottes Volk, in ihm geborgen, von ihm geführt, ins Vaterhaus. Und wenn die Mächte dieser Erde auch um uns toben mit Gewalt, als Gottes auserwählte Herdesind wir getrost: Der Her
- 209In schweren, dunklen StundenIn schweren, dunklen Stunden, wenn meine Seele weint, weil mir des Kreuzes Bürde unsagbar schwer erscheint, dann schaue ich nach oben, mein Vater tröstet mich. Ja, bald bin ich zu Hause, beim Vater ewiglich.
- 210Jesu Friede sei mit allenJesu Friede sei mit allen! Er füllt alles aus. Friede und sein Wohlgefallen sei in diesem Haus.
- 211Mein Heiland, Herr und MeisterMein Heiland, Herr und Meister! Dein Mund so segensreich sprach einst das Wort des Heiles: „Der Friede sei mit euch!“ O Lamm, das opfernd tilgte der Menschheit schwere Schuld, send uns auch deinen Frieden durch deine Gnad und Huld.
- 212Mein Herz ist still gewordenMein Herz ist still geworden, Herr, unter deinem Wort; ich sah den Himmel offen an diesem heil’gen Ort.
- 213Meine Seele ist stille zu GottMeine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.
- 214Niemals will ich klagenNiemals will ich klagen und an dem verzagen, der mein Vater und Berater immer bleiben will. Kindlich soll mein Herz vertrauen, wie er führt, so will ich gehn. Er wird leiten und begleiten, die in Treue zu ihm stehn.
- 215O ew’ger GottO ew’ger Gott, wir bitten dich, gib Frieden unsern Tagen; gib, dass wir stets einmütiglich nach deinem Willen fragen. Denn, Herr, es ist kein andrer Gott, der für uns streitet in der Not, denn du, o Gott, alleine.
- 216Still, nur stillStill, nur still, wie Gott will! Auf deine gläubigen Fragen wird Jesus Antwort dir sagen. Still, nur still, wie Gott es will!
- 217Stille, o sei stilleStille, o sei stille, Gott will nur dein Heil, sein vollkommner Wille sei allein dein liebstes Teil! Gottes Kind muss Stille lernen auf dem Weg zur Herrlichkeit, kommen Trübsal, Ängste, Leiden, sehn auf Jesum allezeit.
- 218Tröstet mein VolkTröstet mein Volk, spricht der Herr, euer Gott! Redet freundlich mit Jerusalem, saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig.
- 219Vater unsrer VäterVater unsrer Väter, unsre Macht und Wehr, auf die Schar der Beter schau in Gnaden her; alle Herzen wallen dir entgegen heiß, lass dir wohlgefallen unsern Dank und Preis.
- 220Vater, ich weißVater, ich weiß, dass deine große Gnade noch regiert und auf dem Lebensweg mich näher, näher zu dir führt. Näher zu dir, näher zu dir, näher, mein Gott, zu dir! Vater, ich weiß, dass du mich hier führst näher stets zu dir.
- 221Verleih uns Frieden gnädiglichVerleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten! Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, denn du alleine.
- 222Was auch künft’ge Zeiten bringenWas auch künft’ge Zeiten bringen, alles wird vom Herrn gesehn. Freudig kannst du darum singen; seinem Aug wird nichts entgehn. Dort, wo die Erlösten wohnen in dem nie getrübten Schein, wird die Treue er belohnen und uns ewig nahe sein.
- 223Wer nur den lieben Gott lässt waltenWer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut.
- 224Wir haben Gottes GnadeWir haben Gottes Gnade, die alle Morgen neu, wir haben sein Erbarmen, das mächtig ist und treu, wir haben eine Quelle, die niemals je versiegt, wir haben Kraft zum Tragen, die keiner Last erliegt.
- 225Wohin soll ich mich wendenWohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken? Wem künd ich mein Entzücken, wenn freudig pocht mein Herz? Zu dir, zu dir, o Vater, komm ich in Freud und Leiden, du sendest ja die Freuden, du heilest jeden Schmerz.
Gnade - Vergebung
- 226Aus der Tiefe rufen wir zu dirAus der Tiefe rufen wir zu dir: Herr und Vater, gnäd’ger Vater, sieh, wir flehn voll Reue hier, Herr und Vater, gnäd’ger Vater, ach, verstoß uns nicht von dir!
- 227Der du tilgest alle FehleDer du tilgest alle Fehle, der du heilest allen Schmerz, dem ich ganz mich anbefehle, nimm mein ungeteiltes Herz!
- 228Erhör mich, Herr, in deiner HuldErhör mich, Herr, in deiner Huld, befreie mich aus meiner Schuld; denn Herr, auch ich verlief mich weit, noch aber ist zur Umkehr Zeit.
- 229Gib mir dein HerzGib mir dein Herz! O hör des Heilands Flehen, wie er so innig mahnend zu dir spricht! Gib mir dein Herz! Willst du auch von mir gehen? Es gingen viele, o geh du doch nicht! Ich hab dich mir mit meinem Blut erworben, für deine Schuld bin ich am Kreuz gesto
- 230Gnädig und barmherzig ist der HerrGnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Hilf uns, Gott unsers Heils, um deines Namens willen: Errette uns und vergib uns unsere Sünde um deines Namens willen.
- 231Gott rufet nochGott rufet noch. Sollt ich nicht endlich kommen? Ich hab so lang die treue Stimm vernommen. Ich wusst es wohl: Ich war nicht, wie ich sollt. Gott rufet noch, oft hab ich nicht gewollt.
- 232Gott, sei mir gnädigGott, sei mir gnädig, o Gott, mein Gott, denn auf dich traut meine Seele. Ich rufe zu dir, erhöre mein Flehn! Gott, sei mir gnädig, sei gnädig, Gott! Ich will dir danken, will dir lobsingen, ich will dich preisen für und für, ich will dich preisen, will d
- 233Hab ich nur deine GnadeHab ich nur deine Gnade, Herr, dann ist alles gut, dann läuft mein Weg gerade, betreut durch deine Hut; dann fühl ich keine Sorgen, die sonst so drückend groß, dann weiß ich mich geborgen in deiner Liebe Schoß.
- 234Heile du mich, HerrHeile du mich, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.
- 235Herr, vor dem GnadenthronHerr, vor dem Gnadenthron beug ich mich hier! Huldvoll, o Gottessohn, neig dich zu mir! Schenk mir Vergebung neu, mach du mich rein und frei! Alles dein eigen sei, Jesu, mein Herr!
- 236Ich sinke still und anbetendIch sinke still und anbetend vor Jesum, den König, hin. Vor ihm, dem großen Versöhner, in Ehrfurcht sich neigt mein Sinn. O wie wunderbar, immer wieder rühm ich’s neu, o wie wunderbar ist des Lammes Lieb und Treu!
- 237Lasst euren Lobgesang erklingenLasst euren Lobgesang erklingen dem Herrn, dem alle Engel singen. Ehrt ihn, wie sie, mit Klang und Schall! Um uns zu retten von der Sünde, ward Jesus Christ zum Menschenkinde. Für unsre Schuld litt er die Qual.
- 238Mach mich reinerMach mich reiner, immer kleiner, gib mir Jesu treuen Sinn! Mach mich fester, o du Bester, nimm mein Herz, mein Leben hin! Mach mich reiner, immer kleiner, mach zufriedener mein Herz! Du kannst geben neues Leben, kannst mich führen himmelwärts.
- 239Mich reuen, Herr, die SündenMich reuen, Herr, die Sünden, o lass mich Gnade finden und tilge meine Schuld. Du mögest durch dein Walten die Seele rein gestalten, sie schließen neu in deine Huld.
- 240Neige dich zu mir, o HerrNeige dich zu mir, o Herr und Gott, verwirf nicht deinen Diener, der sündigt vor dir; um deiner großen Güte willen erflehe ich Vergebung bei dir. Nur bei dir allein kann ich Erlösung finden.
- 241Nicht Recht, nicht RechtNicht Recht, nicht Recht und nicht Gericht, nein, Gnade ist’s, die mir gebricht und meine Seel verlanget. Ich weiß, ich weiß, ich kann nicht stehn, wenn deine Feueraugen sehn und prüfen meine Seele. Drum auf, drum auf, o Seele mein, und suche Gottes Gnad
- 242Nimm du mich ganz hinNimm du mich ganz hin, o Gottessohn! Du bist der Töpfer, ich bin der Ton. Form meine Seele nach deinem Sinn; während ich harre, nimm mich ganz hin.
- 243O Herr, nimm unsre SchuldO Herr, nimm unsre Schuld, mit der wir uns belasten, und führe selbst die Hand, mit der wir nach dir tasten.
- 244O Lamm GottesO Lamm Gottes, das die Sünden aller Welt getragen hat, lass bei dir mich Beistand finden, stärke mich mit deiner Gnad. Ja, schau nieder auf mich Armen, liebster Heiland, voll Erbarmen, mach mich frei von aller Schuld, schenk mir wieder deine Huld.
- 245Schaff in mir, GottSchaff in mir, Gott, ein reines Herz und tilge meine Sünden! Ich komm zu dir in Reu und Schmerz, lass mich Vergebung finden. Mich beuget meine große Schuld, du bist voll Langmut und Geduld; Gott, sei mir Sünder gnädig!
- 246Schmücke dich, o liebe SeeleSchmücke dich, o liebe Seele, lass die dunkle Sündenhöhle! Komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen! Denn der Herr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Gaste laden. Der den Himmel kann verwalten, will ja Wohnung in dir halten.
- 247Sei, o mein VaterSei, o mein Vater, sei mein Berater in allem, was mir mag geschehn. Sei du mein Leiter, Freund und Begleiter, hilf, denn ich kann allein nicht gehn! Du Gott der Liebe, so reich an Gnaden, nimm hin mein Herze, mit Schuld beladen,und mach es helle und licht
- 248Sei, o Vater, sei mir gnädigSei, o Vater, sei mir gnädig; mich verlangt nach deinem Wort. Lehre mich, gib Licht und Weisung, himmlisch Brot an heil’gem Ort. Segne mich, Herr, ich trete nun vor dich!
- 249Von dem Kreuz aus Jesu WundenVon dem Kreuz aus Jesu Wunden quillt dem Sünder ewig Heil. Selig, wer den Born gefunden, ew’ges Leben ist sein Teil. Jesu Liebe ist mein eigen, seine Gnade ist mir nah, will mich immer zu ihm neigen, Lebenswasser quillt mir da.
- 250Wer steht dort und wartetWer steht dort und wartet, wartet, draußen vor der Tür? Wer steht dort und klopfet, klopfet? Klopft es nicht bei dir? Auf, lass ihn willkommen sein, Frieden spendet er; der dort steht und klopfet, klopfet, ist dein Gott und Herr.
- 251Wir wissen festWir wissen fest, dass Gottes reicher Segen durch Jesus Christus ist allen gegeben. Er hat für dich und mich am Kreuz gelitten; an seinen Tisch will er uns alle bitten. Die Liebe, die Gott uns in Jesus geschenkt, erfüllt uns mit Freude, weil Gott, der Herr
- 252Zu dir, o GottZu dir, o Gott, erheben wir die Seele mit Vertrauen. Dein Volk erfreuet sich in dir, wollst gnädig niederschauen. Lass leuchten, Herr, dein Angesicht, erfüll uns mit der Gnade Licht und schenk uns dein Erbarmen.
Lobpreis Gottes
- 253Danket dem HerrnDanket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
- 254Dich, Gott, loben wirDich, Gott, loben wir, dich, Herr, bekennen wir. Dich, Vater, ehrt der Erdkreis würdig und immerdar. Engel und Himmelsheer, Cherubim und Seraphim künden mit lautem Ruf ewig im sel’gen Chor: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth! Himmel und Erd
- 255Erde, singe, dass es klingeErde, singe, dass es klinge, laut und stark dein Jubellied! Himmel alle, singt zum Schalle dieses Liedes jauchzend mit! Singt ein Loblied Gott zur Ehre! Preist ihn laut, ihr Himmelschöre! Was er schuf, was er gebaut, preis ihn laut!
- 256Gott, dir sei DankGott, dir sei Dank für meines Lebens Zeit, für deine Liebe und für dein Geleit. Dich rühmt mein Lob, dir sei mein Lied geweiht! Halleluja.
- 257Gott mit mir auf allen WegenGott mit mir auf allen Wegen, Gott mit mir zu aller Zeit. Bei dem Herrn ist reicher Segen, ihm sei Dank in Ewigkeit! Will in seinem Licht fortan von ihm rühmen, wo ich kann.
- 258Groß ist der HerrGroß ist der Herr! Von seiner Macht erzählen Himmel, Erd und Meere. Ihn preist die sternenvolle Nacht, die Sonn und aller Sonnen Heere.
- 259Herr, Herr, wir danken dirHerr, Herr, wir danken dir, du hast gesegnet, bist uns begegnet und erfüllt ist nun das Herz mit Seligkeit! Herr, dir sei Preis und Dank in Ewigkeit!
- 260Herr, unser Gott, dich loben wirHerr, unser Gott, dich loben wir! Herr, unser Gott, wir danken dir! Dich Vater, Gott in Ewigkeit, der Weltkreis ehret weit und breit.
- 261Ich danke dir, GottIch danke dir, Gott, dass du so gnädig bist; mein Herz freuet sich, dass du so gern hilfest. Ich will dem Herren singen, ihm singen, dass er so wohl an mir tut.
- 262Ich rühme froh die große GnadIch rühme froh die große Gnad, ein Gotteskind zu sein. Erwählt durch Gottes Gnadentat, will ich nur ihm mich weihn.
- 263Ich singe dir mit Herz und MundIch singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.
- 264Ich will dem Herren singenIch will dem Herren singen, solang ich leb und bin, ihm Lob in Liedern bringen mit dankbar frohem Sinn. Hab ich gleich nichts zu geben, weil Gott allein nur gibt, ich bring im Lied mein Leben dem Schöpfer, der mich liebt.
- 265Jauchzet Gott, alle LandeJauchzet Gott, alle Lande! Lobsinget zu Ehren seinem Namen. Rühmet ihn herrlich! Sprechet zu Gott: „Wie wunderbar bist du, o Gott! Wir beten dich an, denn groß sind deine Werke. Du hast uns gemacht mit deiner allmächt’gen Hand, mit deiner allmächt’gen Han
- 266Jauchzet Gott, alle WeltJauchzet Gott, alle Welt, und ihr Himmel stimmt ein; bringt Ehre dem Höchsten mit Macht! Mit Psalmen und Harfen lasst fröhlich uns sein. Er hat die Erlösung vollbracht! Erkennet den Herrn als die Lieb und das Licht. Er ist unser König und Herr! Er segnet
- 267Jauchzet und singetJauchzet und singet in dankenden Chören! Großes hat Gott, unser Vater getan! Lobet und kündet, dass alle es hören, Jesus nahm selbst seiner Herde sich an! Er, der Apostel zu Hirten gegeben, schenket Erlösung und ewiges Leben. Freuet euch, Menschen, der Hi
- 268Lasst unser Loblied steigenLasst unser Loblied steigen zu Gottes Thron empor! Lasst uns den Herren preisen vereint im Sängerchor! Nie könnten wir bestehen vor Gott mit unsrem Sein; das Opfer seines Sohnes macht unsre Seele rein. Lob, Preis und Dank und Ehre dir, der in dieser Zeit
- 269Lobe den HerrenLobe den Herren, den mächtigen König der Ehren! Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zuhauf! Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören.
- 270Lobt Gott in seinem HeiligtumLobt Gott in seinem Heiligtum, gebet dem Herren Ehr und Ruhm, und preiset seine große Pracht wohl in der Feste seiner Macht.
- 271O jauchzet GottO jauchzet Gott zur Ehre, dass er in dieser Zeit durch der Apostel Lehre uns führt zur Seligkeit! O rühmet seine Macht, verkündet seine Werke, bringt Zeugnis seiner Stärke hinaus in dunkle Nacht!
- 272Singet dem HerrnSinget dem Herrn, singet dem Herrn, halleluja, denn er ist groß, stark seine Macht, halleluja. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!
- 273Wir geben dir die Ehre, HerrWir geben dir die Ehre, Herr, dein Ruhm soll alles füllen, allein um deiner treuen Huld, um deiner Wahrheit willen. In dir nur ist Vollkommenheit und all dein Tun Barmherzigkeit. Preis sei nur deinem Namen.
- 274Wo man froh den Vater lobetWo man froh den Vater lobet, jubelt unsre Seele mit. Wenn die Welt um uns auch tobet, preisen wir den Herrn im Lied. Lasst uns Gottes Liebe preisen, die er durch Apostel schenkt; lasst uns aller Welt beweisen, dass sein Heil’ger Geist uns lenkt!
Heilige Taufe
- 275Gott Vater, du hast deinen NamenGott Vater, du hast deinen Namen in deinem lieben Sohn verklärt und uns, sooft wir zu dir kamen, die Vatergnade neu gewährt.
- 276Gott, dieses Kind, dir dargebrachtGott, dieses Kind, dir dargebracht, du hast es uns gegeben nicht als Besitz, nur als ein Pfand. Wir legen es in deine Hand und bitten um den Segen.
- 277Kind, du bist uns anvertrautKind, du bist uns anvertraut. Wozu werden wir dich bringen? Wenn du deine Wege gehst, wessen Lieder wirst du singen? Welche Worte wirst du sagen und an welches Ziel dich wagen?
- 278Lasst die Kindlein zu mir kommen„Lasst die Kindlein zu mir kommen, Menschen, wehret ihnen nicht. Ihrer ist das Reich der Frommen!“ Köstlich Wort, das Jesus spricht. Darauf bauend, bringen wir dieses Kindlein, Herr, zu dir.
Heiliges Abendmahl
- 279Allein Gott in der Höh sei EhrAllein Gott in der Höh' sei Ehr' und Dank für seine Gnade Von Sünd erlöst kann nimmermehr uns rühren noch ein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; es fand in Jesu Liebestat all unsre Not ein Ende.
- 280Brich dem Hungrigen dein BrotBrich dem Hungrigen dein Brot; die im Elend wandern, führe in dein Haus hinein, trag die Last der andern.
- 281Dank sei dir, VaterDank sei dir, Vater, für das ew’ge Leben und für den Glauben, den du uns gegeben, dass wir in Jesus Christus dich erkennen und Vater nennen.
- 282Das Heil der WeltDas Heil der Welt, Herr Jesus Christ, wahrhaftig hier zugegen ist; im Abendmahl das höchste Gut verborgen ist mit Fleisch und Blut.
- 283Das Joch ist nun zerbrochenDas Joch ist nun zerbrochen, die Fesseln sind entzwei, das große Wort gesprochen: Aus Gnaden bist du frei! O fröhlich sei’s besungen, der Ruhm sei Gott gebracht! Er hat den Tod bezwungen, durch Christ uns frei gemacht.
- 284Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessenDas sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen: Wir sind, die wir von einem Brote essen, aus einem Kelche trinken, Jesu Glieder, Schwestern und Brüder.
- 285Du hast uns eingeladenDu hast uns eingeladen, weil du die Sünder liebst, zum Gastmahl deiner Gnaden, wo du dich selber gibst; dein Leib wird uns zur Speise, dein Blut zum Lebensstrom auf wunderbare Weise: Nun komm, Herr Jesus, komm!
- 286Erlöst, erlöstErlöst, erlöst, befreit von meinen Sünden, darf jauchzen ich, darf jubeln ich, dir, Gotteslamm! O heilige Barmherzigkeit, du Brunnen voller Seligkeit! O Gotteslamm, wir danken dir. Dir, dem Lamme sei Ehre, singt’s, ihr himmlischen Chöre!Preist, Erlöste, l
- 287Frei von der SündeFrei von der Sünde, ja, begnadigt darf ich sein. Durchs Gnadenamt machst du, Herr, von Neuem mich rein. Groß war meine Sünde, doch noch größer deine Gnad; Herr, drum preis und rühm ich deine große Tat! Herr, ich danke für die reichen Gnaden:Seligkeit, wah
- 288Frieden in der Angst der WeltFrieden in der Angst der Welt, Kraft, die in der Prüfung hält, Freude, die in Leid nicht flieht, Hoffnung, die nach oben zieht, o wie hat mich Gott bedacht und mein Herze reich gemacht.
- 289Herr Jesu Christ, dein teures BlutHerr Jesu Christ, dein teures Blut ist meiner Seele höchstes Gut: Es rettet, stärkt und macht allein mein Herz von allen Sünden rein.
- 290Ich bin reich durch deine GnadeIch bin reich durch deine Gnade, durch dein Wort, Herr Jesu Christ, das mir heute durch Apostel wieder neu gegeben ist.
- 291Jesus dir nur will ich singenJesus, dir nur will ich singen; der du mich von Sünd befreit, dir das neue Lied darbringen, Herz und Mund sei dir geweiht: Ehre, Preis, Anbetung sei dir jetzt und allezeit. Unserm großen Welterlöser Lob und Dank in Ewigkeit.
- 292Lob, mein Seel, den HerrnLob, meine Seel, den Herrn, lob ihn mit Herz und Mund! Was in mir ist, sing seinem Nam’, tu seine Liebe kund!
- 293Lobe, Zion, deinen HirtenLobe, Zion, deinen Hirten, dem Erlöser der Verirrten stimme Dank und Jubel an. Lass dein Lob zum Himmel dringen; ihn zu rühmen, ihm zu singen, hat kein Mensch genug getan.
- 294Mein Heil bist duMein Heil bist du, ich freue mich dein, ich will die Gnade verkünden! O Jesu, was kann köstlicher sein, als dir sich in Liebe verbinden. Liebe, wie groß! Durchflute mein Herz und mein Leben; mir ward fürwahr ein liebliches Los, ein herrliches Erbteil gege
- 295Neig, Vater, dich herniederNeig, Vater, dich hernieder, hör deiner Kinder Flehn: Schenk allen Seelen Gnade, die vor dem Altar stehn. Entkleidet durch den Tod, so sind sie hier erschienen; begegne, Vater, ihnen und tilge ihre Not.
- 296Nun hab ich dichNun hab ich dich, hier hast du mich, ich will dich fest umfassen und mich nun und nimmermehr von dir reißen lassen.
- 297O Friede, Gottes FriedeO Friede, Gottes Friede, wie innig füllest du mein Herz und mein Gemüte, wie köstlich deine Ruh! Du hast mir Kraft gegeben und richtest neu mich auf, erfüllest ganz mein Leben und meiner Tage Lauf.
- 298O wunderbare SpeiseO wunderbare Speise auf dieser Pilgerreise, o Manna, Himmelsbrot. Wollst unsern Hunger stillen, mit Gnade uns erfüllen, uns retten vor dem ew’gen Tod.
- 299Sakrament der Liebe GottesSakrament der Liebe Gottes: Leib des Herrn, sei hoch verehrt. Mahl, das uns mit Gott vereinigt. Brot, das unsre Seele nährt. Blut, in dem uns Gott besiegelt seinen Bund, der ewig währt.
- 300Tretet her zum Tisch des HerrnTretet her zum Tisch des Herrn, Gott hat euch geladen; eure Herzen sei’n nicht fern von dem Mahl der Gnaden! Mit Bedacht nehmt in Acht, was euch Gott wird geben zu dem ew’gen Leben!
- 301Wir treten mit VerlangenWir treten mit Verlangen zu dir, du großer Freund, die Speise zu empfangen, die uns mit dir vereint. Wenn du dich uns gegeben in deinem heil’gen Brot, dann wirst du in uns leben und wir in dir, o Gott.
Heilige Versiegelung
- 302Beistand, Tröster, Heil’ger GeistBeistand, Tröster, Heil’ger Geist: Komm, wie Jesu Wort verheißt, komm, du Kraft von oben. Stärke gib in Leid und Streit, rüst’ uns mit Standhaftigkeit. Komm, du Kraft von oben!
- 303Heil’ger Geist, du Geist des LebensHeil’ger Geist, du Geist des Lebens, Tröster aus der Ewigkeit, Lichtesquelle unsres Strebens in dem Dunkel dieser Zeit, sei du stets im Herzen rein unser Leitstern nur allein.
- 304Lobsinge, lobpreise, Gemeinde des HerrnLobsinge, lobpreise, Gemeinde des Herrn, ihr Gläubigen alle von nah und von fern! Es eint uns mit Christus ein heiliger Bund, hat Gottes Verheißung zum ewigen Grund.
Konfirmation
- 305Der Herr segne dichDer Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
- 306Ich will in Treue haltenIch will in Treue halten, Herr, deines Geistes Bund, will folgen deinem Walten heut und in jeder Stund.
- 307Jesus, bleib in meinem LebenJesus, bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund. Ich will gehn auf rechten Wegen, freudig tun, was uns vereint. Schütz mich gütig in Gefahren, hilf den Glauben zu bewahren.
- 308Sei getreu bis an den TodSei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.
- 309Wir geloben diese StundeWir geloben diese Stunde mit dem Herzen, mit dem Munde, Jesu ewig uns zu weihn! O dass niemals werd gebrochen, was im Herzen ist versprochen, und ein heil’ger Schwur soll sein!
Trauung
- 310Du hast uns, Herr, in dir verbundenDu hast uns, Herr, in dir verbunden, nun gib uns gnädig das Geleit. Dein sind des Tages helle Stunden, dein ist die Freude und das Leid. Du segnest unser täglich Brot, du bist uns nah in aller Not.
- 311Gott, der nach seinem BildeGott, der nach seinem Bilde aus Staub den Menschen macht, hat uns seit je zur Freude einander zugedacht. Er fügt euch nun zusammen, vertraut euch Großes an. Seid nun in Wort und Treue einander Frau und Mann.
- 312Wo du hin gehestWo du hin gehest, da will auch ich hin gehen; und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Gott ist mein Gott, dein Volk ist mein Volk, dein Feind ist mein Feind, und dein Freund ist auch mein Freund. Wo du stirbst, da sterbe auch ich; wo du ruhst, soll me
Morgen - Abend
- 313Die güldene Sonne bringt Leben und WonneDie güldene Sonne bringt Leben und Wonne, die Finsternis weicht. Der Morgen sich zeiget, die Röte aufsteiget, der Monde verbleicht.
- 314Die güldne SonneDie güldne Sonne voll Freud und Wonne bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder, nun aber steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
- 315Er weckt mich alle MorgenEr weckt mich alle Morgen, er weckt mir selbst das Ohr. Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor, dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht. Schon an der Dämmrung Pforte ist er mir nah und spricht.
- 316O Jesu, meines Lebens LichtO Jesu, meines Lebens Licht, nun ist die Nacht vergangen; mein Geistesaug zu dir sich richt, dein’ Anblick zu empfangen.
- 317Bevor die Sonne sinktBevor die Sonne sinkt, will ich den Tag bedenken. Die Zeit, sie eilt dahin, wir haben nichts in Händen.
- 318Der lieben Sonne Licht und PrachtDer lieben Sonne Licht und Pracht hat nun den Tag vollführet, die Welt hat sich zur Ruh gemacht; tu, Seel, was dir gebühret: Tritt an die Himmelstür und bring ein Lied herfür; lass deine Augen, Herz und Sinn auf Jesum sein gerichtet hin.
- 319Der Mond ist aufgegangenDer Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.
- 320Der Tag versinktDer Tag versinkt, der Sonne Schein entzieht sich uns; es fällt die Nacht. Lass uns im Dunkel nicht allein, Herr Jesus Christ, halt du die Wacht
- 321Ein Tag ist vorüberEin Tag ist vorüber, ein Tag meiner Zeit, geliehene Stunden, begrenzt und doch weit für Wünsche und Wagnis, für Handeln und Sein. Hab Dank für den Tag, Herr, hab Dank, er war dein.
Gottes Liebe - Nächstenliebe
- 322Also liebt Gott die arge WeltAlso liebt Gott die arge Welt, dass er ihr seinen Sohn und Held, den einzigen, gegeben, auf dass, wer glaubend bei ihm steht, in Sünde nicht verloren geht und hat das ew’ge Leben.
- 323Du gabst, o Herr, mir Sein und LebenDu gabst, o Herr, mir Sein und Leben und deiner Lehre himmlisch Licht. Was kann dafür ich Staub dir geben? Nur danken kann ich, mehr doch nicht.
- 324Ein neues GebotEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebet habe.
- 325Gelobet sei der Nam des HerrnGelobet sei der Nam des Herrn, der mir schenkt seine Liebe gern, mir Kraft verleiht, mich stärkt und hält, so fürcht ich nichts auf dieser Welt.
- 326Gott ist die LiebeGott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm.
- 327Gott, ja Gott ist die LiebeGott, ja Gott ist die Liebe; wer in der Liebe bleibet, der bleibt in Gott und Gott in ihm!
- 328Gottes Liebe, Gottes GnadGottes Liebe, Gottes Gnad hat herrlich dich geführet, Lebenswort und Salbungstat dir Herz und Seel berühret. Jesus nahm in heil’ger Stund dein Treugelöbnis hin, gab dir seine Liebe kund und schmückte Herz und Sinn. Eine kleine Leuchte gab dir Jesus in die
- 329Herr, dir sei DankHerr, dir sei Dank für deine Güte! O du mein Hort in Freud und Schmerz, gabst mir ein fröhliches Gemüte und auch ein kindlich gläubig Herz. Du bist mein Vater, ich dein Kind; darum vertrau und hoff ich blind!
- 330Herr, lass uns von dir lernenHerr, lass uns von dir lernen: zu lieben, wie du liebst, den Nahen und den Fernen zu geben, wie du gibst. Leit uns auf deinen Wegen, gib festen, frohen Schritt und geh mit deinem Segen an allen Tagen mit.
- 331Herr, wir wollen dich recht liebenHerr, wir wollen dich recht lieben über alles hier und dort und auch Nächstenliebe üben, wie uns lehrt dein göttlich Wort.
- 332Ich glaube fest, dass alles anders wirdIch glaube fest, dass alles anders wird, wenn uns die Liebe immer weiterführt. Ich glaube fest an eine neue Sicht, wenn bald im klaren Licht ein hoffnungsvoller Tag anbricht.
- 333Ich hab dich je und je geliebtIch hab dich je und je geliebt mit unaussprechlich großer Liebe! Und wenn du mich auch oft betrübt, ich habe dennoch dich geliebt. Aus Liebe hab ich dich erkoren, ich liebte dich, eh du geboren; und wo ich dir auch je begegnet, es war nur Liebe, die geseg
- 334Kein Wörtlein geht verlorenKein Wörtlein geht verloren, das liebend du gestreut, und trägt es früh nicht Früchte, so doch zu seiner Zeit. Hab nur Geduld, o Seele, und säe mutig fort; du findest reiche Ernte, und wenn nicht hier, dann dort. Die Ernte reicht hinüber bis in die Ewigke
- 335Kennst du den FreundKennst du den Freund, dessen Liebe so groß, dass für die Sünder sein Blut er vergoss, mit seinem Opfer uns huldreich versöhnt und ewig beim Vater mit Gnade uns krönt? Kennst du den Freund? O sag, kennst du den Freund, der über die Sünder einst bitter gewe
- 336Lass mich, o Herr, in allen DingenLass mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn und dir mich weihn; gib selbst das Wollen und Vollbringen und lass mein Herz dir ganz geheiligt sein. Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin.
- 337Liebe, die du mich zum BildeLiebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.
- 338Lieber Vater, lehr mich dankenLieber Vater, lehr mich danken, danken für die Liebe dein: Lenk das Herz und die Gedanken, dir zu danken, dir allein! Lehr mich ehren, lehr mich loben ohne Ende dich, o Herr, dass ich bald bei dir dort oben dir darf danken immer mehr!
- 339Neunundneunzig SchafeNeunundneunzig Schafe lagen schon auf der Himmelsweide. Eines war fern, von der Herd entflohn, ja fern, zu des Hirten Leide. Weit weg auf Wege kalt und rau, weit weg von des Hirten sel’ger Au. Hirtenliebe sucht ihr Schäflein immerzu, führt es auf die rech
- 340Nicht immer wird es dunkel seinNicht immer wird es dunkel sein, nicht immer bleibt es Nacht! Nach Dunkel, Angst und Seelenpein der Sonne Licht erwacht. Geht auch der Weg durchs dunkle Tal, er führet doch zum Licht, und zu der Seel voll Angst und Qual der Hirte liebend spricht: „Wenn sc
- 341Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, LiebeNun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
- 342O Jesu Christ, mein schönstes LichtO Jesu Christ, mein schönstes Licht, der du in deiner Seelen so hoch mich liebst, dass ich es nicht aussprechen kann noch zählen: Gib, dass mein Herz dich wiederum mit Lieben und Verlangen mög umfangen und als dein Eigentum nur einzig an dir hangen!
- 343Selig sind die SanftmütigenSelig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind die Friedfertigen, denn sie sollen Gottes Kinder heißen.
- 344Singt ein Lied von GottSingt ein Lied von Gott, dem Schöpfer dieser Welt, dessen Allmacht niemals endet, dessen Werke ungezählt. Gott erschuf auch uns, die Sinne, den Verstand. Seine Gegenwart umhüllt uns und wir sind in seiner Hand. Gott ist da. Er ist unbegreiflich nah! Seine
- 345So jemand spricht: Ich liebe GottSo jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb und will, dass ich den Nächsten liebe gleich als mich.
- 346Was ihr getan habt einemWahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
- 347Wie kann ich lieben dichWie kann ich lieben dich, mein Gott, und loben deine Gnad, die aus der Tiefe meiner Not mich hochgehoben hat?
- 348Wie könnt ich sein vergessenWie könnt ich sein vergessen, der mein noch nie vergaß, wie seine Lieb ermessen, durch die mein Herz genas? Ich lag in bittren Schmerzen, er kam und macht mich frei, und stets schenkt meinem Herzen er neue Lieb und Treu.
- 349Wie soll ich deine Güte preisenWie soll ich deine Güte preisen, wie deine Liebe, Jesu Christ? Wie soll ich meinen Dank erweisen, wie rühmen, was mir Gnade ist?
Mitarbeit - Gemeinschaft
- 350Betende HändeBetende Hände, beseelt und geweiht, Hände von irdischen Fesseln befreit, Hände zum Flehen, Hände zum Ringen bereit, betende Hände braucht unsre Zeit.
- 351Der Herr hat Zion erwähletDer Herr hat Zion erwählet und hat Lust, daselbst zu wohnen. Dies ist meine Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn es gefällt mir wohl. Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brot genug geben. Ihre Priester will ich mit Heil kleiden. Und ihre Heil
- 352Du hast uns als GemeindeDu hast uns als Gemeinde in deinen Dienst gestellt, hast uns herausgerettet aus einer dunklen Welt. Zwar sind wir sehr verschieden, an Vielfalt fehlt’s da nicht; doch stehen wir zusammen, umstrahlt von deinem Licht. Gemeinsam stehen wir vor dir, unserm He
- 353Einer trage des anderen LastEiner trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
- 354Eins bitte ich vom HerrnEins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern: dass ich bleiben möge im Hause des Herrn mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten. Denn er decket mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirgt mich he
- 355Erbaut auf ew’gem GrundeErbaut auf ew’gem Grunde, steht Christi Kirche da, mit ihrem Herrn im Bunde, der stets den Seinen nah. Die heil’gen Zinnen ragen hoch über Welt und Zeit, von Geisteskraft getragen, in Unvergänglichkeit.
- 356Gott mit euchGott mit euch, bis wir uns wiedersehn! Seine Nähe, seine Güte euch begleite und behüte; Gott mit euch, bis wir uns wieder sehn!
- 357Gut, dass wir einander habenGut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn, Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn. Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt, und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist. Keiner,
- 358Herr, du hast mein Flehn vernommenHerr, du hast mein Flehn vernommen, selig pochts in meiner Brust, in die Welt hinaus, ins Leben folgt mir nun des Himmels Lust. Dort auch bist ja du mir nahe, überall und jederzeit, allerorten ist dein Tempel, wo das Herz sich fromm dir weiht. Segne, Herr
- 359Herr, segne unsHerr, segne uns und behüte uns. Herr, lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig! Herr, erhebe dein Angesicht über uns und gib uns Frieden. Amen.
- 360Herrlich strahlt des Meisters GnadeHerrlich strahlt des Meisters Gnade wie ein Licht vom Felsenrand; denn er gibt uns hochzuhalten kleine Lichter längs dem Strand. Eure Lichter lasset brennen, lasst sie strahlen durch die Nacht, dass noch manch verirrtes Schifflein werde sicher heimgebrach
- 361Ich liebe, Herr, dein ReichIch liebe, Herr, dein Reich, die Stätte, wo du wohnst, dein Volk, bei dem du für und für in Gnad und Liebe thronst.
- 362Ich möchte gern ein Segen seinIch möchte gern ein Segen sein, mir selbst und vielen hier auf Erden. O Vater, nur durch dich allein kann ich, dein Kind, ein Segen werden.
- 363Lass dich, Herr Jesus ChristLass dich, Herr Jesus Christ, durch mein Gebet bewegen, komm in mein Haus und Herz und bringe mir den Segen. All Arbeit, Müh und Kunst ohn dich nichts richtet aus; wo du mit Gnaden bist, gesegnet wird das Haus.
- 364Mein Gott und VaterMein Gott und Vater, der mich schuf und dessen Hand mich hält, wie herrlich ist doch mein Beruf, zu tun, was dir gefällt!
- 365Möge die Sonn dir scheinenMöge die Sonn dir scheinen und der Wind dir in den Rücken wehn. Möge Regen fallen sanft auf deine Felder und Sonne auf dein Angesicht. Und bis wir uns wiedersehn, halte Gott dich fest in seiner Hand.
- 366Nun jauchzt dem HerrenNun jauchzt dem Herren, alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.
- 367O BethanienO Bethanien, du Friedenshütte, du dem Herrn geweihtes Haus! Du siehst unsern Freund in deiner Mitte, bei dir geht er ein und aus. Wohl uns, wenn er seine Lieblingsstätte stets bei uns im Haus und Herzen hätte! Herr, richt unser Herz selbst ein, dein Betha
- 368Sind wir nicht aus Gottes Geist geborenSind wir nicht aus Gottes Geist geboren, sind wir nicht sein Volk und Eigentum? Sind wir nicht fürs Himmelreich erkoren, zu vermehren Gottes Ruhm? Lasst uns jauchzen, lasst uns singen von der Liebe, die kein Ende find’t; lasst es freudig in der Welt erkli
- 369Stellt euch in den Dienst des HerrnStellt euch in den Dienst des Herrn; schaffet freudig, wirket gern! Ruft der Herr, so seid bereit, dient ihm freudig allezeit!
- 370Wenn du mich sendestWenn du mich sendest, will ich gehn getrost und ohne Bangen. Auf deine Augen darf ich sehn, an deinem Munde hangen.
- 371Wenn wir singenWenn wir singen, wenn wir beten, lass uns, Herr, so vor dich treten, wie wir dir sind offenbar! Lass uns doch nicht anders scheinen, als wir denken, als wir’s meinen; mach uns lauter, mach uns wahr!
- 372Wie fein und lieblichWie fein und lieblich, wenn unter Brüdern und unter Schwestern die Eintracht wohnt! Wenn Hand in Hand nach jenem Land des Friedens wir hinziehn, dann ist es lieblich und so schön bei Sang und Lobgetön!
- 373Wir woll’n uns gerne wagenWir woll’n uns gerne wagen, in unsern Tagen der Trägheit abzusagen, des Bösen List. Wir woll’n nach Arbeit fragen, wo Arbeit ist, und nicht im Dienste zagen, es fröhlich wagen und unsre Steine tragen aufs Baugerüst.
Sendung - Nachfolge - Bekenntnis
- 374Auf dein Wort will ich trauenAuf dein Wort will ich trauen, mein Herr und Gott, allein; auf Felsen muss man bauen, um still und stark zu sein. Was du gesagt, bestehet, es ist des Glaubens Hort; ob alle Welt vergehet, fest bleibt dein heilig Wort.
- 375Aus Gnaden erwähltAus Gnaden erwählt, zum Volke des Allerhöchsten gezählt, frohlocke, mein Herz und lobsinge! Mit ewigem Reichtum hat Gott mich bedacht, es hat seine Gnade mich selig gemacht. Aus Gnaden erwählt, zum Volke des Allerhöchsten gezählt, frohlocke, mein Herz und
- 376Bleibet in mirBleibet in mir: Ihr werdet leben in mir und ich in euch. Ich bin der Weinstock, ihr die Reben, durch mich an Früchten reich. Wer willig mir und meinem Worte sich ganz und gar verschreibt, bringt Frucht, die ohne mich verdorrte, nun aber wächst und bleibt.
- 377Deinen Willen, mein Gott, tu ich gerneDeinen Willen, mein Gott, tu ich gerne und dein Gesetz trag ich in meinem Herzen.
- 378Der Heiland meiner SeeleDer Heiland meiner Seele wirkt im Apostelamt; in Christi Diener Herzen das Feuer Gottes flammt.
- 379Die Kirche ist gegründet allein auf Jesum ChristDie Kirche ist gegründet allein auf Jesum Christ, auf dass er, unser Heiland, uns Menschen nahe ist. Vom Himmel kam er nieder, bereitet seine Braut, der er in seinem Blute sich herrlich angetraut.
- 380Es glänzet der ChristenEs glänzet der Christen inwendiges Leben, ob hier auch von außen kein Schimmer sie schmückt; was ihnen der König des Himmels gegeben, das wird nur vom Auge des Geistes erblickt. Was viele verachten bei irdischem Trachten, hat ihre erleuchteten Sinne gezie
- 381Es ist in keinem andern HeilEs ist in keinem andern Heil, kein Nam ist sonst gegeben, in dem uns Gnade wird zuteil und Fried und ew’ges Leben als nur der Name Jesu Christ, der unser Herr und Heiland ist. Ihm sei Lob, Preis und Ehre!
- 382Friede sei nun mit euch allenFriede sei nun mit euch allen, die ihr bittend vor Gott steht; denn mit Händen voller Segen Christus durch die Reihen geht, reichlich zu beschenken jeden, der um seinen Segen fleht.
- 383Gott, du bist Licht und wohnst im LichtGott, du bist Licht und wohnst im Licht; ach mach mich licht und rein, zu schauen, Herr, dein Angesicht, mit dir vereint zu sein.
- 384Herr, für dein Wort dir sei LobpreisHerr, für dein Wort dir sei Lobpreis; lass uns dabei verbleiben und gib uns deinen Heil’gen Geist, dass wir dem Worte glauben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen.
- 385Herz und Mund und Tat und LebenHerz und Mund und Tat und Leben muss von Christo Zeugnis geben; ohne Furcht und Heuchelei, dass er Gott und Heiland sei. Schäme dich, o Seele, nicht, deinen Heiland zu bekennen, soll er dich sein eigen nennen vor des Vaters Angesicht.
- 386Hier ist der WegHier ist der Weg, den Gott gelegt, der dich zum Himmel führt. Wenn Jesu Wort dein Herz bewegt, dann geh ihn unbeirrt! O Seele, komm, noch ist es Zeit! Wir pilgern Hand in Hand. Das hohe Ziel ist nicht mehr weit: das ew’ge Heimatland.
- 387Ich bin das Licht der WeltIch bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
- 388Ich, der Herr von Erd und AllIch, der Herr von Erd und All, hör des Weinens Widerhall. Allen, die in Nacht und Schuld, hilft meine Hand. Der ich Mond und Stern gemacht, will erhellen ihre Nacht. Wer geht hin, von mir gesandt? Wer trägt mein Licht? Ich bin hier, Herr. Meinst du mich,
- 389Ich halte mich, HerrIch halte mich, Herr, zu deinem Altar. Da willst du mir heute begegnen, mich mit Liebe bedienen, mich aus Gnaden versühnen, den Glauben mir stärken, mich segnen.
- 390Ich reiche Herr, dir, meine HändeIch reiche, Herr, dir meine Hände, ich kann ja nichts aus eigner Kraft; du weißt den Weg, du weißt das Ende, führ, Herr, du meine Pilgerschaft.
- 391Ich sing mein LiedIch sing mein Lied als Lob des Allerhöchsten, der mir das Pfand der Gotteskindschaft gab, ich sing mein Lied zum Zeugnis meinem Nächsten, dass ich im Himmel einen Vater hab.
- 392Ihr seid das Salz der Erde„Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt“, so hat der Herr die Jünger in seinen Dienst gestellt. Er ist das Brot des Lebens und Quelle aller Huld, lehrt uns sein Wort zu halten und tilgt der Sünder Schuld.
- 393In keinem andern ist das HeilIn keinem andern ist das Heil, ist auch kein andrer Name den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden, als allein in dem Namen unsers Herrn Jesus Christus.
- 394Lass mich dein seinLass mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr, von dir lass mich nicht treiben, halt mich bei deiner Lehr. Herr, lass mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit.
- 395Mein Herz, o Gott, ist dir bereitMein Herz, o Gott, ist dir bereit, ich will dir Lieder singen; ich will dir spielen allezeit. O Herr, lass wohlgelingen. Wohlauf, ihr Instrumente, wacht! Ich will euch wecken aus der Nacht. Ihr sollt zum Lob erklingen.
- 396O König aller EhrenO König aller Ehren, Herr Jesu, Davids Sohn, dein Reich soll ewig währen, im Himmel ist dein Thron. Hilf, dass allhier auf Erden den Menschen weit und breit dein Reich bekannt mög werden zur Seelen Seligkeit!
- 397Selig sindSelig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Selig sind, die Gottes Wort hören und danach tun.
- 398Selig sind, die Gottes Wort hörenSelig sind, die Gottes Wort hören und bewahren, und bringen Frucht in Geduld.
- 399Singen von Gottes WegenSingen von Gottes Wegen, gehen im Licht des Herrn, leben unter Gottes Segen, folgen seinem guten Stern. Geborgen in Gottes Liebe, vertrauend auf sein Wort, umhüllt von Gottes Güte, beschützt an jedem Ort.
- 400Wer will uns scheidenWer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Je
Verheißung - Erwartung - Erfüllung
- 401Ach, könnte ich schon wallenAch, könnte ich schon wallen, geschmückt im weißen Kleid, in Zions goldnen Hallen, entrückt dem Erdenleid! Ach, könnte ich schon schauen die Seligen im Licht, könnt’ stehn auf Zions Auen vor Jesu Angesicht!
- 402All dein SehnenAll dein Sehnen und dein Denken, all dein Tun auf dieser Welt lass vom Heil’gen Geiste lenken, dann ist’s um dich wohl bestellt!
- 403Bald wird nun die Stunde schlagenBald wird nun die Stunde schlagen, Großes wird an uns geschehn, wenn nach schweren, dunklen Tagen Gottes Angesicht wir sehn. Ach, wie schön wird es dann werden: Zion, Gottes heil’ge Stadt, die nicht kennt die Not der Erden, die das Lamm als Leuchte hat!
- 404Bau dein Reich in dieser ZeitBau dein Reich in dieser Zeit, lass auch uns dazugehören. Bau es für die Ewigkeit, uns zum Heil und dir zu Ehren. Wir sind für dein Reich geboren und nicht an uns selbst verloren.
- 405Dennoch bleibe ich stets an dirDennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich an meiner rechten Hand. Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.
- 406Der treuen Gotteskinder FlehenDer treuen Gotteskinder Flehen dringt täglich zu des Vaters Thron: Wir möchten, Herr, dein Antlitz sehen und fühlen deine Nähe schon! Im festen Glauben warten wir, verkürz die Zeit, nimm uns zu dir!
- 407Die Braut, o Herr, erwartet dichDie Braut, o Herr, erwartet dich als König, Jesus Christ; nach deinem Kommen sehnt sie sich, weil du ihr alles bist.
- 408Die Erlösten wartenDie Erlösten warten unser in der Ewigkeit, sieh, sie kommen uns entgegen in dem lichten Kleid. Horch, sie rufen uns herüber von den sel’gen Höhn, wo auch wir verklärt einst sollen alle wiedersehn! Die Erlösten warten, winken, jauchzen uns auch selig zu;la
- 409Einstens las ichEinstens las ich von einer Stadt Salem, die der Höchste hält droben bereit, wo auf ewig die Kinder des Friedens ruhn in himmlischer, seliger Freud. Dort kann Sünde und Tod nicht eindringen, dort wird nicht mehr geweint und geklagt; doch so viel ich darübe
- 410Er kommt, der starke HeldEr kommt, er kommt, der starke Held voll göttlich hoher Macht! Sein Arm erfasst, die er erwählt, und holt sie aus der Nacht.
- 411Es ist ein Tag voll GlanzEs ist ein Tag voll Glanz und Pracht, dem wir entgegen gehn. Er ist von Gott für uns gemacht, so herrlich und so schön.
- 412Es kommt der HerrEs kommt der Herr! O wache nur, versäume nicht die Zeit! Es kommt der Herr! Er finde dich an Herz und Seel bereit.
- 413Freut euchFreut euch! Der Herr ist nah! Den König betet an! Freut euch und singt dem, dessen Liebe uns gewann. Es kommt sein Reich! Gott ist nicht fern, freut euch im Herrn, ja, freuet euch!
- 414Froh, jauchzet Gott, dem HerrenFroh jauchzet Gott, dem Herrn, dem König aller Zeit! Mit Liedern sagt ihm Dank, rühmt ihn in Ewigkeit! Zu ihm erhebet Herz und Sinn, voll Freuden lobt und preiset ihn!
- 415Gott, der uns seinen Frieden schenktGott, der uns seinen Frieden schenkt, heilige euch und durch und bewahre euch unversehrt an Geist und Seele und an Leib, damit ihr untadlig seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt. Amen.
- 416Gottes ErwählteGottes Erwählte, vom Geiste geboren, gehn wir, ein fremdes Geschlecht, durch die Welt. Bürger des Himmels, zum Leben erkoren, bauen wir hier nur ein flüchtig Gezelt. Golden erstrahlt uns Jerusalem droben, herzinnig sucht unsre Seele die Stadt, die, von de
- 417Heb, Pilger, hoch dein Haupt emporHeb, Pilger, hoch dein Haupt empor, dir tagt freudenvoll der Morgen! Gott zeigt der Hoffnung goldnes Tor, dir tagt freudenvoll der Morgen! Mut! Harre auf den Morgen! Währt das Weinen auch durch die Nacht: Dir tagt freudenvoll der Morgen!
- 418Heimat, Heimat, glanzumflossenHeimat, Heimat, glanzumflossen strahlt dein Bild in meiner Brust; halt im Herzen fest umschlossen dich mit liebend heißer Lust! All mein Glück und all mein Hoffen, meiner Sehnsucht Ziel und Ruh, bist du Heimat, süße Heimat, schöne Himmelsheimat du!
- 419Heimatland im hellen ScheinHeimatland im hellen Schein, meines Herzens Sehnen, täglich neu gedenk ich dein, hier im Tal der Tränen. Meiner Seele Trost bist du, in dir find ich ew’ge Ruh, wenn ich heim darf gehen, deinen Glanz zu sehen.
- 420Herr Jesus, kommHerr Jesus, komm, wir warten dein! Groß ist des Herzens Sehnen. Herr Jesus, komm und hol uns heim, komm trockne doch die Tränen!
- 421Herr, komme baldHerr, komme bald, Herr, komme bald, hör deines Volkes Rufen! Wir flehn vereint vor deines Altars Stufen. Sieh du uns an, die Seele ist bereit. Herr, komme bald, verkürze diese Zeit!
- 422Hinauf nach himmlischen HöhenHinauf nach himmlischen Höhen! Hinauf! wo sel’ge Freuden blühen, dort, Volk des Herrn, hinauf! Bald stehen wir am Perlentor, ja bald vor Gottes Thron. Bald singen wir im höhern Chor das neue Lied dem Sohn. O Pilger, willst du mit? Wir ziehn hinauf nach se
- 423Ich bin die AuferstehungIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.
- 424Ich bin ein GastIch bin ein Gast auf Erden, mein Bleiben ist nicht hier, wo mich so viel Beschwerden umgeben für und für. Ich geh im Pilgerkleide und führ den Wanderstab, bis ich nach Last und Leide den Lauf vollendet hab.
- 425Jerusalem im ew’gen LichtJerusalem im ew’gen Licht, herrliche Stadt der Ruh! Dort schau ich Jesu Angesicht, herrliche Stadt der Ruh. Betret ich dich, singt mein Gemüt im Jubelton das neue Lied. Jerusalem, meine Ruh, Heimat, dir eile ich zu.
- 426Jerusalem, du hochgebaute StadtJerusalem, du hochgebaute Stadt, wie gern wär ich in dir! Mein sehnend Herz so groß Verlangen hat; es bleibet nicht mehr hier. Weit über Tal und Hügel, hinan zu deinem Zelt, möcht schwingen es die Flügel und eilen aus der Welt.
- 427Nur noch eine kleine WeileNur noch eine kleine Weile währet unsre Pilgerzeit. Auf den Tag des Herrn mit Eile macht sich Gottes Volk bereit.
- 428O du mein TrostO du mein Trost und süßes Hoffen, Herr Jesu, komm, ich warte dein! Mein Herz und Seele sind dir offen, ich sehne mich, bei dir zu sein. Nicht länger mag ich hier verweilen, erfüll dein heilig Wort an mir! Lass froh mich dir entgegeneilen und würdig stehen
- 429O Herr, dein Werk vollendeO Herr, dein Werk vollende, sieh der Getreuen Hände vom Kampf und Beten schwer. Nicht dieser Welt Verlangen füllt unsre Herzen mehr. Schlag an mit deiner Sichel, verkürze diese Zeit, und nimm uns an in Gnaden in deiner Herrlichkeit.
- 430O Himmelsheimat, leuchtend wie die SonneO Himmelsheimat, leuchtend wie die Sonne, du strahlst im Licht der Ewigkeit: O Land des Friedens, Stätte sel’ger Wonne, wie scheinst du hell in dunkler Erdenzeit!
- 431O Jerusalem, du schöneO Jerusalem, du Schöne, da man Gott beständig ehrt und wie ferne Glockentöne: „Heilig, heilig, heilig!“ hört, ach wann komm ich doch einmal hin zu deiner Bürger Zahl?
- 432Schon leuchtet hell der MorgensternSchon leuchtet hell der Morgenstern, zu künden uns den Tag des Herrn, den Tag, der niemals endet. Du Augenblick der Ewigkeit, die alle Leiden dieser Zeit in lauter Freude wendet; weile, heile, lichte Stunde, dass gesunde, was noch kranket.Selig, eurem Sch
- 433Sei gegrüßet, Tag des HerrnSei gegrüßet, Tag des Herrn, Friedensengel, Morgenstern, Labequell im Wüstensand, Glockenlaut vom Heimatland; Nachgeschmack vom Paradies, draus die Sünde mich verstieß, Vorgefühl der Himmelsrast nach der Erde Müh’ und Last!
- 434So jemand mein Wort wird haltenSo jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich.
- 435Und als sie ihm nachsahenUnd als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so
- 436Und die bereit warenUnd die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen.
- 437Unser Mund kann froh lobsingenUnser Mund kann froh lobsingen, denn uns fiel ein lieblich Los. Lasst uns Lob und Preis Gott bringen; seine Liebe ist so groß! Sie führt uns aus Tiefen in himmlische Höhen, die niemals ein irdisches Auge geschaut, und lässt uns die Herrlichkeit Gottes dor
- 438Unser Sehnen hier auf ErdenUnser Sehnen hier auf Erden gilt der Heimat wunderschön, die in Christ vollendet, werden sich beglückt dort wiedersehn. Ja, wir kommen bald nach drüben, denn die Stunde ist nicht fern, in der wir mit vielen Lieben sehen Jesum, unsren Herrn.
- 439Was ich tief im Herzen tragWas ich tief im Herzen trag, wohl kein Auge sieht, tönt nur in der Seele mir wie ein sehnend Lied. Und ich höre süßen Klang, o so schön wie Engelsang, wunderbar und rein.
- 440Wie der Herr einst die GefangnenWenn der Herr einst die Gefangnen ihrer Bande ledig macht, o dann schwinden die vergangnen Leiden wie ein Traum der Nacht; dann wird unser Herz sich freun, unser Mund voll Lachens sein; jauchzend werden wir erheben den, der Freiheit uns gegeben.
- 441Wenn vorbei die PrüfungszeitenWenn vorbei die Prüfungszeiten, dann ruft uns der Gottessohn: „Kommt, ererbt die Herrlichkeiten, die verheißne Lebenskron!“ Die erlöst voraufgegangen, voll Erwartung drüben stehn, Überwinder zu empfangen, Wiedersehen, ach, wie schön!
- 442Wer überwindetWer überwindet, soll vom Holz genießen, das in dem Paradiese Gottes grünt; es soll von keinem Tod noch Elend wissen, der treu dem Herrn mit ganzer Seele dient. Der wird ihn laben mit Himmelsgaben und er soll haben nur Seligkeit.
- 443Wie lieblich ist ZionWie lieblich ist Zion, unsres Gottes Stadt! Friede wohnt und Freud in dir. Amen.
- 444Wie wird uns seinWie wird uns sein, wenn endlich nach dem schweren, doch nach dem letzten ausgekämpften Streit wir aus der Fremde in die Heimat kehren und einziehn durch das Tor der Ewigkeit, wenn nach dem Kampf, nach allen Kreuzestagen wir schauen dürfen, wie verheißen i
- 445Wir sind auf PilgerreiseWir sind auf der Pilgerreise in ein bessres, schönes Land; geht es uns nach Pilgerweise, wird uns schwer der Pilgerstand: Ein wenig Leiden noch, ein wenig Tränen noch, dann folgt die Freude bei dem Herrn im Licht.
- 446Wir warten dein, o HerrWir warten dein, o Herr, mit innigem Verlangen, dich, hehrer Gottessohn, als Bräut’gam zu empfangen. Es schlägt dir jedes Herz so sehnsuchtsvoll entgegen; Herr Jesu, komme bald mit deinem Himmelssegen!
- 447Wo ich auch geh und steheWo ich auch geh und stehe im Treiben dieser Welt, ziehts mich hinauf zur Höhe, zum ew’gen Himmelszelt. Das Sehnen nach der Heimat erfüllt mir Herz und Sinn, weil ich wohl hier geboren, doch dort zu Hause bin.
Sterben - Ewiges Leben
- 448Der Herr der Ernte winketDer Herr der Ernte winket, die reife Garbe fällt. Die Abendsonne sinket, der Wandrer sucht sein Zelt. Heim, Heim, himmlisches Heim, das Sehnen ist groß in mir! O ewiges Ziel, o Herrlichkeit, wie sehne ich mich nach dir!
- 449Im Frieden deinIm Frieden dein, o Herre mein, lass ziehn mich meine Straßen. Wie mir dein Mund gegeben kund, schenkst Gnad du ohne Maßen, hast mein Gesicht das sel’ge Licht, den Heiland schauen lassen.
- 450Noch ehe die Sonn am Himmel standNoch ehe die Sonne am Himmel stand, die Nacht ein Ende fand, noch ehe sich ein Berg erhob, zu scheiden Meer und Land, bist du, Gott, unser Gott, die Zuflucht für und für. Dir leben wir, dir sterben wir. Wir gehen von dir zu dir.
- 451Nun sich das Herz von allem lösteNun sich das Herz von allem löste, was es an Glück und Gut umschließt, komm, Tröster, Heil’ger Geist, und tröste, der du aus Gottes Herzen fließt.
- 452Nun weiß ich, wo du bistNun weiß ich, wo du bist, es rief dich Jesus Christ zur ew’gen Ruh nach droben; fällt mir’s auch schwer zu loben und kommt es hart mir an, was Gott hier hat getan. Schweigt doch mein Herze still in meines Gottes Will’.
- 453O du Wort voll HoffnungO du Wort voll Hoffnung und voll Frieden, sel’ger Trost, wenn Herz von Herz geschieden, Balsam du in aller Trennungsqual: Gotteskinder sehn sich nie zum letzten Mal!
- 454O Ewigkeit, du DonnerwortO Ewigkeit, du Donnerwort, du Schwert, das durch die Seele bohrt, ohn Anfang du, ohn Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, einst wusste ich vor Traurigkeit nicht, wo ich hin mich wende; in Ängsten hat mein Herz gebebt, wenn du vor Augen mir geschwebt.
- 455O Jesu, meine FreudeO Jesu, meine Freude, du, meines Lebens Licht, du ziehst mich, der ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ew’gen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich wie die helle Sonne mit andern leuchten soll.
- 456O Welt, ich muss dich lassenO Welt, ich muss dich lassen, ich fahr dahin mein Straßen ins ewig Vaterland. Mein Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben legen in Gottes gnädig Hand.
- 457Ruhe sanft in Gottes FriedenRuhe sanft in Gottes Frieden, da vollendet deine Zeit, und dir süße Rast beschieden, Ruh und Rast nach Müh und Leid. Ist auch unserm Blick entschwunden, was von dir einst sterblich war, bleibt dein Bild doch alle Stunden uns im Herzen hell und klar.
- 458Sei nur stille zu GottSei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.
- 459Selig sind die TotenSelig sind die Toten, die im Herren sterben. Denn von nun an spricht der Geist, von ihren Mühen sollen sie ruhn, und ihre Werke folgen nach. Halleluja.
- 460Wie sollen wir es fassenWie sollen wir es fassen, was nicht zu fassen ist? Es fällt schwer loszulassen, und doch bleibt keine Frist. Wir hätten soviel Fragen, wir brauchten doch noch Zeit. Wohin mit unsren Klagen und unsrer Traurigkeit?
- 461Wir sind mitten im Leben zum Sterben bestimmtWir gehören dem Herrn, der uns liebt. Wir sind mitten im Leben zum Sterben bestimmt. Was da steht, das wird fallen. Der Herr gibt und nimmt.
- 462Wir sind nur Gast auf ErdenWir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.